1,5 Millionen aus Konjunkturprogramm

Babenhausen - (st) Rund 1,5 Millionen Euro könnten aus den Konjunkturpaketen des Bundes und des Landes nach Babenhausen fließen, so die Berechnungen von Bürgermeisterin Gabi Coutandin. Der Betrag setze sich aus Bundesmitteln (etwa 355 000 Euro) und Landesmitteln zusammen.

Die Tilgung würde zum überwiegenden Teil das Land übernehmen. „Natürlich muss auch die Stadt ihren Anteil - etwa ein Sechstel - übernehmen; hinzu kommen Einbußen beim Finanzausgleich. Trotzdem: Wir könnten Maßnahmen in Angriff nehmen, die dringend erforderlich sind, aber seither zurückgestellt wurden. Wir sollten die günstigen Konditionen nutzen“, teilt Coutandin mit.

Mit Hochdruck ermittle die Stadtverwaltung zurzeit Neubau- und Sanierungskosten von verschiedenen städtischen Liegenschaften sowie die Folgekosten für den städtischen Haushalt. Eine erste hausinterne Bewertung empfiehlt die Anmeldung mehrerer Projekte. „Die Abwägung und der Beschluss über die Priorität der einzelnen Maßnahmen obliegt der Stadtverordnetenversammlung. Dazu wollen wir im Vorfeld die maßgeblichen Daten liefern“, so die Bürgermeisterin in einer Stellungnahme. „Ich würde gerne die Sanierung der Markwaldhalle im Förderprogramm sehen, weil wir dort schon lange erhebliche Brandschutzmängel und energetischen Sanierungsbedarf haben. Außerdem brauchen wir deutliche bauliche Verbesserungen in zwei Kindergärten.“ Als Straßenbaumaßnahme komme die grundhafte Erneuerung im Breuberger Weg in Frage. Inwieweit abgeplante Sanierungsvorhaben im Schwimmbad - wie etwa das Planschbecken und die Solaranlage - förderfähig seien, müsse noch geprüft werden.

„Insgesamt geht es auch darum, bereits in diesem Jahr etwa die Hälfte der Gelder zu beauftragen. Das bedeutet, dass wir schnell in die Planung und Umsetzung gehen müssen. Da manche wünschenswerte Maßnahme einen längeren Vorlauf braucht, müssen wir uns auf das in kurzer Zeit Machbare konzentrieren“, fasst Gabi Coutandin zusammen.

Die Stadtverordneten sollen in der ersten Märzwoche einen entscheidungsreifen Vorschlag erhalten. Im nächsten Schritt wird dann die Prioritätenliste beim Landkreis geprüft, der als Sammelstelle für die kommunalen Projektanträge fungiert.

Quelle: op-online.de

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