Die Größe ist nicht so wichtig

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Seinen Kleinen nennt Dirk Hofmann das „Streifenhörnchen“.

Babenhausen - Die Familie hat Zuwachs bekommen. Das heißt aber nicht, dass Dirk Hofmann mit seinen 28 Jahren kürzlich Vater geworden wäre. Von Jens Dörr

Vielmehr geht es um die Mini-Familie: Ein dritter Wagen der britischen Kultmarke steht nun auf dem Gelände der Schlosserei Winfried Hofmann, die Dirk Hofmann in die nächste Generation des Familienbetriebs führen soll. Zu seinem Mini Cooper S mit 163 PS und einem Mini One mit 75 Sachen gehört nun auch ein weißer Mini Countryman, den sich Hofmanns Mutter geholt hat.

Und alle zwei Monate bleiben die drei Fahrzeuge nicht allein, bekommen in der Ziegelhüttenstraße vielfachen Besuch von ihresgleichen. Denn auch 2012 wird Babenhausen wieder wichtiger Treffpunkt der regionalen Mini-Szene sein. „Das nächste Zusammenkommen findet wieder in zwei Monaten statt, gerade erst hatten wir Ende Dezember unseren Jahresabschluss“, sagt Dirk Hofmann.

Auf den Tag datiert ist der nächste Austausch noch nicht, wird aber in einem einschlägigen Mini-Forum im Internet (www.mini2.info), um das sich der 38-Jährige schon länger verdient macht, mitgeteilt. Dann dürften wieder zwischen zwei und drei Dutzend der erfrischend designten Wagen aufs Schlossereiareal kommen. „Die Zahl bleibt seit zwei, drei Jahren konstant“, sagt Hofmann. Es sei auch gar nicht das Ziel, möglichst groß zu werden. Wichtig seien der familiäre Charakter und die Gemeinsamkeiten, die man auch neben dem Thema Auto entdecke. Das unterscheide durchaus von anderen Szenetreffen.

Erstes Mini-Treffen mit drei Autos

Die Anfänge des Mini-Hotspots Babenhausen schildert der groß gewachsene Anhänger der eher kleinen Modelle wie folgt: „Auf dem Hof unseres Betriebs in der Ziegelhüttenstraße haben wir mal aus Spaß ein Mini-Treffen mit drei Autos gemacht. Beim zweiten Mal waren schon zehn Autos da.“ Nun stehen teils mehr als 30 Autos auf dem Hof. Sie signalisieren Vorbeifahrenden auch mal Trügerisches: „Es ist schon vorgekommen, dass ein Mini-Besitzer die Mini-Werkstatt in Babenhausen gesucht und damit mich gemeint hat.“ Zwar schrauben und basteln manche der Besitzer bei den Treffen an den Fahrzeugen, viele kommen aber „nur“ zum Fachsimpeln und Grillen.

Wem doch das Basteln am wichtigsten ist, der fragt gerne nach Hofmanns Expertise. „Fünf oder sechs Teile, die ich kreiert habe, könnte ich mittlerweile sicher in Serie vertreiben“, sagt er. Die Sache soll jedoch Hobby bleiben. Etliche fragten beispielsweise nach, als er eine Endrohrblende für den Auspuff entwarf, die es so nicht im Handel gab. Doch wenn der Babenhäuser das professionalisieren würde, bliebe weniger Zeit für Schlosserei und Mini-Ausfahrten. Denn der Wagen wartet ja auch auf Bewegung - 2012 vielleicht sogar in Frankreich.

Sicher ist allerdings noch nicht, ob Dirk Hofmann dorthin, zu „Mini United“, einem riesigen direkt vom Hersteller ausgerichteten Zusammenkommen, fahren wird. Da hat die Beschaulichkeit des Treffens in der Ziegelhüttenstraße durchaus etwas voraus.

Quelle: op-online.de

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