Ehrenamtliche sorgen für Adventsstimmung

Lichterketten in Babenhausen aufgehängt

Beim Aufhängen der Adventsbeleuchtung: Reinhard Geißler (unten), Erhard Kattner und Manfred Koch.
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Beim Aufhängen der Adventsbeleuchtung In Babenhausen: Reinhard Geißler (unten), Erhard Kattner und Manfred Koch.

Vier Stunden werkelt ein ehrenamtlicher Trupp mit Reinhard Geißler, Manfred Koch, Erhard Kattner, Ralph Werner und Helmut Fendt, um leuchtende Adventsstimmung in die Altstadt zu bringen.

Babenhausen – Babenhausen beginnt sich für die Weihnachtszeit hübsch zu machen. Seit dem Wochenende hängt die Adventsbeleuchtung in der Bummelgasse und der Schlossgasse dank des ehrenamtlichen Arbeitseinsatzes von Reinhard Geißler, Manfred Koch, Erhard Kattner und Ralph Werner, die seit fünf Jahren gemeinsam an einem Novembersamstag die Mission Lichterkette übernehmen. In diesem Jahr ging Helmut Fendt auch mit zur Hand, da er – anders als in den Vorjahren und aus bekannten Gründen – in der Vorweihnachtszeit nicht als Schausteller auf Märkten der Region im Einsatz sein kann.

Etwa vier Stunden dauerte es bis die 16 Lichterketten an den Drahtseilen, die das ganze Jahr quer über die Gassen gespannt sind, befestigt waren. „Wir werden immer besser und schneller“, sagte Werner von Optik Wiese schmunzelnd.

Ab dem 1. Advent wird die Beleuchtung an den dunklen Abenden für weihnachtliche Stimmung in der Fußgängerzone sorgen.

Ein Dankeschön für den ehrenamtlichen Einsatz spendierte neu gewählte Bürgermeister Dominik Stadler (Dritter von rechts) den Helfern Erhard Kattner (von links), Manfred Koch, Reinhard Geißler, Ralf Werner und Helmut Fendt.

„Der Gewerbeverein hatte diese Adventsbeleuchtung vor einigen Jahren angeschafft und der Stadt zur Verfügung gestellt. Als die Stadt aus Spargründen das Aufhängen der Lichterketten dann im Jahr 2015 nicht mehr übernehmen wollte, sind Reinhard Geißler und sein Team eingesprungen. Der Strom wird von der Stadt bezahlt“, sagte Fendt. Auch seinen Gabelstapler, Anhänger und anderes Gerät stellt Geißler für diese Aktion zur Verfügung.

Erfreut war die fleißige Truppe über die nette Geste des neu gewählten Bürgermeisters Dominik Stadler, der mit einem Kasten Bier als Dankeschön vorbeikam und den Männern mitteilte, dass bei einem Babenhäuser Metzger ein von ihm spendiertes Frühstück auf sie warte.

Ihr Knusperhäuschen öffnet Angelika Fendt jeden Freitag und Samstag.

Der nächste Schritt in Sachen Altstadt-Dekoration wird der große Weihnachtsbaum sein, den die Stadt voraussichtlich am kommenden Montag auf dem Marktplatz aufstellen wird. Und wie gewohnt werden Babenhäuser Grundschüler den Baum dann schmücken. Außerdem wird Fendt in der ersten Adventswoche in der Platanenallee jenseits der Fußgängerzone die Lichtmasten wieder mit kleinen leuchtenden Bäumchen dekorieren, die dem Gewerbeverein gehören. Die habe er bereits in seiner Zwangspause im Frühjahr komplett restauriert, sagte Fendt, der nicht nur mithilft, optisch Weihnachtsflair in die Stadt zu bringen, sondern mit Lebkuchenherzen, gebrannten Mandeln und Co. auch den Geschmack der Adventszeit anbietet. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Angelika hat er vor einigen Wochen am Ranishof eine kleine Holzhütte aufgebaut. In ihrem „Knusperhäuschen“ verkauft die Schaustellerfamilie freitags von 9 bis 18 Uhr und samstags von 9 bis 16 Uhr nicht nur die auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten beliebten Süßwaren, sondern kürzlich auch Reibekuchen und in der kommenden Woche wahrscheinlich zusätzlich Crêpe. Und bei dem kleinen Knusperhäuschen soll es nicht bleiben, so die Idee von Fendt.

„Wenn es im Dezember erlaubt sein wird, würden wir gerne auf dem Marktplatz unser Kinderkarussell, den Greifer, Süßwaren und einen Wagen mit Essen und Trinken aufstellen, und zwar drei Wochen lang täglich geöffnet“, so Fendt. Eine entsprechende Anfrage habe er an das Kreis-Gesundheitsamt geschickt. „Viele Geschäftsleute in der Bummelgasse waren von der Idee begeistert“, ergänzt der Schausteller, der die Hoffnung auf einen Weihnachtsmarkt im Miniformat noch nicht aufgeben hat. (Von Petra Grimm)

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