Miteinander von Alt und Jung fördern

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Maren Gatzemeier.

Hergershausen - Die alte Grundschule wird gerade saniert und soll den Bürgern bald als Dorfgemeinschaftshaus offen stehen. Voraussetzung dafür ist die Gründung eines Vereins, der die Bewirtschaftung des Gebäudes mit drei Funktionsräumen übernimmt. Von Petra Grimm

Die Stadt Babenhausen will diesem Trägerverein die eigenverantwortliche finanzielle und organisatorische Verwaltung übertragen.

Jetzt haben sich einige engagierte Hergershäuser getroffen, um über diese Vereinsgründung zu beraten. Unsere Mitarbeiterin Petra Grimm hat sich mit Maren Gatzemeier und Sabine Walz unterhalten, die gemeinsam mit anderen einen Satzungsentwurf für den künftigen Trägerverein ausgearbeitet haben.

Was ist der Hintergrund für die geplante Vereinsgründung?

Maren Gatzemeier: Im Ort gibt es nach dem Verkauf des alten Kindergartens zu wenige Räume, die für die Allgemeinheit nutzbar sind. Während der Dorferneuerung ist die Entscheidung gefallen, die alte Schule mit Fördergeldern zu kaufen und als Dorfgemeinschaftshaus zu nutzen. Eine Vereinsgründung hätte zum einen den Vorteil, dass die Verwaltung von den Hergershäusern selbst übernommen wird. Außerdem könnten die Ideen und Aktivitäten der Dorferneuerung und der Wettbewerbe „Unser Dorf hat Zukunft“ im Rahmen des Vereins weitergeführt werden.

Sabine Walz.

Wie ist der Stand der Dinge in Sachen Vereinsgründung? Und welches Ergebnis hatte der Aufruf an die Hergershäuser, im Rahmen eines Wettbewerbs einen Namen für den Verein und das Dorfgemeinschaftshaus vorzuschlagen?

Maren Gatzemeier: Es sind bereits 18 Namensvorschläge eingegangen. Die Entscheidung soll auf der Gründungsversammlung fallen, die mit einem Tag der offenen Tür kombiniert am 5. September stattfinden soll. Einen Satzungsentwurf haben wir schon geschrieben, wollen aber auch dem zukünftigen Vorstand noch die Gelegenheit geben, sich einzubringen.

Haben sich denn schon Bürger bereit erklärt, einen Vorstandsposten zu übernehmen?

Sabine Walz: Es gibt einige Leute, die im Vorstand mitarbeiten möchten, allerdings nicht als erster Vorsitzender beziehungsweise erste Vorsitzende. Für den Stellvertreter finden sich jede Menge (lacht). Durch zusätzliche Beisitzer sollen möglichst auch alle Generationen vertreten sein.

Was wären die konkreten Ziele und Aktivitäten des Vereins?

Maren Gatzemeier: Raum zur Verfügung stellen, wo Generationen übergreifend Begegnung, Austausch und Hilfe stattfindet. Wir wollen das Miteinander von Alt und Jung fördern und verstehen uns nicht als reiner Hausverwaltungsverein. Der Verein wäre auch Ansprechpartner für Leute, die die Räume nutzen wollen.

Gibt es schon Interessenten für die Räume?

Sabine Walz:Das DRK und die Sprechstunde der Stadt, die früher Räume im alten Kindergarten genutzt haben. Außerdem gibt es eine Bridge-Gruppe. Ideen für die Zukunft sind außerdem ein regelmäßiger, offener Handarbeitstreff, eine Kinder- und Jugenddisco, „Senioren-Bingo“, eine Arbeitsgruppe zur Pflege und Weiterentwicklung der Dorfbegrünung und Informationsabende zu verschiedenen Themen.

Wie läuft denn die Sanierung der alten Schule?

Maren Gatzemeier: Der Umbau ist in vollem Gange und soll im September abgeschlossen sein. Allerdings fehlt es noch an der kompletten Innenausstattung. Da das Budget dafür stark gekürzt wurde, würden wir uns über Spenden sehr freuen.

Jeder Verein braucht Mitglieder und deren Beiträge. Was muss der Verein denn in Zukunft selbst finanzieren?

Quelle: op-online.de

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