Dem Mörder auf der Spur

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„Babenhausen liest ein Buch im Winter“, hieß es erneut am Samstag. Die Schülerinnen Christin Kempe, Michelle McKenna und Kim Weilmünster lasen aus Michael Kiblers Krimi „Schattenwasser“.

Babenhausen (mj) ‐ Zwei Frauen werden nur wenige Tage nacheinander in Darmstadt ertränkt aufgefunden. Treibt ein Serienmörder in der Wissenschaftsstadt sein Unwesen? Zum Glück ist diese Frage keine Zeitungsschlagzeile, sondern nur der Inhalt des Krimis „Schattenwasser“ des Autors Michael Kibler.

Der Roman steht im Mittelpunkt der Vorlesereihe „Babenhausen liest ein Buch im Winter“, die von der Stadt in diesem Jahr zum ersten Mal initiiert wurde. Über einen Zeitraum von etwas mehr als vier Monaten wird dabei in Geschäften und öffentlichen Räumen in insgesamt zwölf Etappen das Buch von Persönlichkeiten oder „Menschen wie du und ich“ vorgelesen. Der fünfte Termin fand am Samstag im Foyer der Sparkasse statt, die auch als Sponsor dieser Aktion auftritt. Dort lasen drei Schülerinnen des Oberstufengymnasiums der Bachgauschule. „Wir hätten auch jemand aus unserem Haus gefunden, aber das ist mit Sicherheit die interessantere Variante“, so Filialleiter Helmut Haindl. Wie er heraushob, sei man stets um Kontakte zu den Schulen bemüht, was sich auch bei der Förderung der Sportabzeichen oder der Schreibwerkstatt zeige. So kam der Kontakt zu Deutsch-Lehrerin Astrid Sehnert-Lokay zustande, die die Schülerinnen Christin Kempe, Michelle McKenna und Kim Weilmünster für die Aktion begeistern konnte.

Nach einer Zusammenfassung der bisherigen Ereignisse las das Trio auf 18 Seiten abwechselnd vor, wie die Mordkommissare Margot Hesgart und Steffen Horndeich fieberhaft die Lösung des Falles suchen.

„Ich habe extra ein bisschen vorm Spiegel geübt. Das war meine Vorbereitung“, erzählt Michelle McKenna. Leider ließ die Resonanz der Zuhörer etwas zu wünschen übrig: Nur rund zehn Personen kamen in das Foyer der Bank, darunter waren noch die Mitarbeiter der Sparkasse. Nicht nur weil die Geschichte in der „Heiner-Stadt“ beziehungsweise mit Dieburg und Gundernhausen auch im Umland spielt, hatte man sich mehr Besucher erhofft. In der Woche zuvor waren in einem Babenhäuser Foto-Studio noch weniger Zuhörer anwesend. Eine Besucherin glaubte, dass die Vorlesetermine besser an einem Abend unter der Woche als am Samstagmorgen aufgehoben wären.

„Das war‘s für heute“, hieß es nach etwas mehr als einer halben Stunde Lesespaß. „Es wäre der Veranstaltungsreihe zu wünschen, dass sie den einen oder anderen Zuschauer mehr gewinnen kann“, bilanzierte Filialleiter Helmut Haindl kurz nachdem die drei Schülerinnen ihren verdienten Schlussapplaus und einen Gutschein als Dankeschön erhalten hatten. Wie er verriet, lese er das Buch als Krimi-Leser gerade auch selbst und sei schon ein Stück weiter. „Das wird noch ganz schön spannend“, kündigte er vielversprechend an. Der nächste Vorlesetermin ist um 11 Uhr am nächsten Samstag in der Stadtbücherei.

Quelle: op-online.de

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