Nach der Schule sicher nach Hause

Babenhausen/Schaafheim - Mit je einem zusätzlichen Bus werden ab Freitag (8.) und Dienstag (11.) die Schüler von der Joachim-Schumann-Schule nach Hause gebracht. Von Stefan Scharkopf

„Damit sorgen wir für Entspannung auch auf den anderen Buslinien und somit insgesamt für mehr Sicherheit“,begründet Landrat Alfred Jakoubek die Maßnahme der Darmstadt-Dieburger Nahverkehrsorganisation DADINA. Der Einsatz der Verstärkerbusse kostet 2 000 Euro und ist zunächst bis zum Schuljahresende (10. Juli) befristet. Im neuen Schuljahr wird die Schulleitung bei der Gestaltung der Stundenpläne darauf achten, dass nicht mehr alle Schüler gleichzeitig Unterrichtsschluss haben, heißt es.

RMV-Mobilitätszentrale Darmstadt: montags bis freitags, 8 bis 18 Uhr, samstags, 9 bis 13 Uhr, 06151 3605151. DADINA-Geschäftsstelle: montags bis freitags, 8 bis 12.30 Uhr sowie montags bis donnerstags von 13 bis 15.30 Uhr, 06151 360510.

Freitags wird künftig ab 13.05 Uhr ein Bus von der Joachim-Schumann-Schule aus auf der Linie K 54 die Orte Schaafheim, Radheim und Mosbach anfahren. Dienstags wird eine zusätzliche Fahrt der Linie K 65 um 12.15 Uhr von der Schule aus nach Sickenhofen und Hergershausen angeboten.

Hintergrund: Beim zweiten ADAC-Schulbus-Test hatte bei den hessischen Buslinien die Route zwischen Schlierbach und Babenhausen den Negativ-Rekord mit der Note „mangelhaft“ geschafft.

Eine wesentliche Ursache der Mängel sah der Autoclub in nicht ausreichenden öffentlichen Zuschüssen für die Schülerbeförderung. Die Busunternehmer seien deshalb zu äußerst knappen Kalkulationen gezwungen, zu schnell fahrende und gestresste Fahrer sowie zusammengepferchte Schüler seien die Folge. Der ADAC forderte mehr Geld für den Schülertransport, eine Reduzierung der zulässigen Stehplätze und mehr Buskontrollen der Polizei. Außerdem solle es öffentliche Beschwerdestellen geben. Besorgte Eltern versuchten in den letzten Jahren, die Sicherheit in Schulbussen zu verbessern. So gründete Karen Sauerwein aus Babenhausen vor gut vier Jahren mit anderen Müttern die Elterninitiative „Sicheres Busfahren“.

Quelle: op-online.de

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