Jetzt an den Herbst denken

Narzissenband soll weiter wachsen

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Entlang der Bahnstrecke zwischen der Kernstadt und Sickenhofen ist das Narzissenband zu sehen. -   Foto:

Babenhausen - Fast 100.000 Narzissen haben engagierte Babenhäuser seit 2015 bereits zwischen den Stadtteilen gepflanzt. Ein paar Tausend sollen es im Herbst mehr werden, um vor allem von Harpertshausen ausgehend gelbe Bänder entstehen zu lassen. Von Walter Kutscher 

Voraussetzungen sind freiwillige Helfer und Spenden. Momentan sieht man sie noch an Wegen und Straßen um Babenhausen und zwischen den Stadtteilen – tausende Wildnarzissen. Ihren Blühzenit haben sie für dieses Jahr mittlerweile schon überschritten, ihren symbolischen Charakter als verbindendes Band aber noch lange nicht. 2015 hatte das Pflanzen als bürgerschaftliche Aktion begonnen. Fast 100.000 Narzissen sind bisher gepflanzt worden. Inzwischen gibt es die gelben Bänder entlang folgenden Strecken: Kreisstraße zwischen Hergershausen und Sickenhofen, Kreisstraße und Wirtschaftswege von Hergershausen nach Harpertshausen, Wirtschaftswege zwischen Sickenhofen und Babenhausen, Harreshäuser Allee zwischen Kernstadt und Harreshausen.

Am Ortseingang von Hergershausen aus Richtung Sickenhofen kommend blühen noch die Narzissen.

Auch in diesem Jahr soll die Aktion weitergeführt werden. „Ein gelbes Band blüht jetzt jedes Frühjahr zwischen den Orten, gepflanzt von Bürgern. Die Narzissen vermehren sich ganz von selbst durch Brutzwiebeln und auch Samen, sodass die gelben Farbkleckse immer dichter beieinanderstehen“, schreiben die Initiatoren, sechs Bürger, die sich zu einer Arbeitsgemeinschaft Tourismus, Freizeit und Stadtmarketing zusammengeschlossen haben, in ihrer Pressemitteilung. Immer dichter werde demnach das Band zwischen den Orten, und immer dichter soll die Verbindung zwischen Stadt und Ortsteilen gewebt werden. Die Macher hoffen, noch weitere Interessierte zu gewinnen und stellen die rhetorische Frage; „Wäre es nicht einmalig, wenn schon bald ein gelber Stern aus Narzissenblüten alle sechs Stadtteile von Babenhausen verbindet?“

Viel Arbeit steckt hinter den blühenden Bändern. Nicht nur die alljährliche Pflanzung im Herbst, die für die Helfer jedes Mal in einen geselligen Abschluss bei Essen und Trinken mündet, ist notwendig. Im vergangenen Jahr war sogar bürokratischer Aufwand vonnöten, um sich eine behördliche Genehmigung zum Ausbringen der Zwiebeln einzuholen. Der Naturschutzbund hatte bei der Arbeitsgruppe nachgefragt, ob die Pflanzaktion von der Behörde genehmigt wäre, da das Ausbringen von gebietsfremden Arten grundsätzlich einer Genehmigung unterliege. Das Regierungspräsidium in Darmstadt hat inzwischen diese Genehmigung erteilt und auf einen Zeitraum befristet grünes Licht für das weitere Ausbringen der Wildnarzisse gegeben.

Und auch die ersten Spendengelder für die Pflanzung im Herbst sind bereits eingegangen. Diesmal sollen Verbindungen von Harpertshausen ausgehend entstehen. Hier bietet etwa der Fahrradweg Richtung Langstadt optimale Möglichkeiten. „Wir hoffen wieder auf zahlreiche Menschen, die sich uns im Herbst mit Spaten, Hacke und Pflanzholz anschließen. Weitere Spenden sind ebenfalls noch nötig, um im Herbst weitere Meter zu pflanzen. Bürgerschaftliche Begeisterung, Spendenbereitschaft und Arbeitseinsatz von Menschen – diese Dinge braucht es, um das Band zu schließen. Wer Interesse hat, mitzumachen, kann sich an den Sprecher der Gruppe, Klaus Mohrhardt, Tel.: 06073/2565, wenden. Die Vereine „Herigar“ und „Middedrin“ arbeiten unterstützend mit und nehmen Spenden unter dem Verwendungszweck „Spende Narzissenband“ gerne an.

Quelle: op-online.de

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