Aschaffenburger Straße: CDU/Grüne für Gesamtplanung des Kasernenareals

Nein zu Gewerbegebiet

Babenhausen - (st) Das Areal an der Nordseite der Aschaffenburger Straße zwischen Bahnstellwerk und der Aschaffenburger Straße 32 wird nicht zügig zum Gewerbegebiet umgewandelt. Die Mehrheit aus CDU und Grünen lehnte einen entsprechenden Antrag des Magistrats in der Sitzung des Stadtparlaments ab.

Beide Parteien wollen den gesamten Bereich „Nördlich der B 26“ in die Gesamtplanung des Kasernenareals mit einbeziehen.

Ziel war es, möglichst schnell Gewerbeflächen zu arrondieren, da es Anfragen von Unternehmen gebe, die gerne größere Areale von zwei- bis dreitausend Quadratmetern erwerben wollten. Das Gebiet „Hinter der Altdörfer Kirche“ mit seinen 12 000 Quadratmetern werde dieses Jahr fertig gestellt und sei bereits vergeben. Die Gesamtgewerbefläche sei in den letzten zehn Jahren lediglich um 0,89 Prozent gewachsen, so Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

CDU und Grüne hatten in Bauausschuss und Ortsbeirat Bedenken geäußert, mit der Entscheidung werde die von beiden Parteien favorisierte Osttangente verhindert. Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen hat mittlerweile bestätigt, dass die Osttangente nicht weiter verfolgt wird.

Coutandin hatte in der Juni-Sitzung die Magistratsvorlage dahingehend modifiziert, dass das Areal zunächst vom Stellwerk bis zur angedachten Trassenführung der Osttangente reichen soll, also bis dahin, wo gegenüber die Friedrich-Ebert-Straße auf die B 26 führt. So würden von dem ursprünglich 40 000 Quadratmeter großen Gelände 15 000 übrig bleiben.

Ich bin Ihnen entgegen gekommen und Sie schlagen die Hand aus, die ich Ihnen entgegen strecke“, sagte Coutandin am Donnerstag. Unterstützt wurde sie von Frank Bornschlegell (FWB): „Das Wohl und Wehe der Stadt hängt nicht von der Kaserne ab. Unternehmen brauchen schnelle Entscheidungen, nicht erst in ein paar Jahren.“

Friedel Sahm (CDU) und Ralf Guinet (Grüne) hielten dem entgegen, die isolierte Planung eines Teilbereichs des Geländes nördlich der B 26 werde „in keiner Weise einer zukunftsorientierten Städteplanung gerecht“. Da in den nächsten Monaten die Gesamtplanung des Kasernenareals zur Entscheidung anstehe, sei eine vorschnelle Entscheidung nicht zu vertreten.

Als Alternative schlagen die Grünen die Verlängerung der bereits zum Teil ausgewiesenen Gewerbefläche „Hinter der Altdörfer Kirche“ und die Flächen westlich der Bahnlinie nach Langstadt im Süden der Stadt vor. Beide Flächen seien auf Grund von Unternehmeranfragen im letzten Jahr vom Bauamt untersucht und als schnell erschließbare und geeignete Gewerbeflächen eingestuft worden.

Quelle: op-online.de

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