„Netzwerk Bahnhof Langstadt“

Interview mit Vorstandsmitglied Martin Münch

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: „kommt ins Vereinsregister. Am Sonntag wird jetzt erstmal gefeiert. Martin Münch (l.) führt mit den gleichberechtigten Vorständen Alexander Ruzicka (Mitte) und Klaus Schüller den Verein „Kulturbahnhof Langstadt“. Dieser feiert am kommenden Sonntag ein Fest.

Langstadt - Im März gründete sich der Verein „Kulturbahnhof Langstadt“, der sich – gemeinsam mit dem Groß-Umstädter Bauunternehmer Hans Goll – um die Zukunft der verfallenen Immobilie im Babenhäuser Stadtteil kümmern und zugleich das kulturelle Leben in Langstadt bereichern möchte.

Den Verein führen gleichberechtigt Pädagoge Martin Münch, Klaus Schüller (Bereich Medien) und Alexander Ruzicka, dessen Großvater einst Bahnhofs-Vorsteher in Langstadt war. Über die Entwicklungen rund um Langstadts neuesten Verein sprach unser Mitarbeiter Jens Dörr mit Martin Münch. .

Herr Münch, wie hat sich die Zahl der Mitglieder seit der Gründung im März – damals waren es ungefähr 30 – bis heute entwickelt? Wer zeigt Interesse am „Kulturbahnhof Langstadt“?

Wir erwarten in den nächsten Tagen den offiziellen Bescheid der Eintragung des Vereins unter dem Namen „Netzwerk Bahnhof Langstadt“ im Vereinsregister - der Name ändert sich entgegen der bisherigen Benennung also. Zurzeit sind dem Verein 40 Personen beigetreten. Interessiert sind Menschen, die gerne kulturelle und soziale Angebote machen oder dazu beitragen möchten, dafür einen neuen Ort zu schaffen. Außerdem handelt es sich um Menschen, die am Erhalt des historischen Gebäudes interessiert sind. Wir erhoffen uns, durch die Austragung des Bahnhofsfests weitere Menschen zu erreichen, die unser Vorhaben unterstützen oder dem Verein beitreten wollen. Der Jahresbeitrag liegt bei 25 Euro, Familienmitgliedschaften gibt es auch für fünf Euro Beitrag pro weiterem Familienmitglied.

Was hat sich bis heute bereits baulich getan – und wie sehen in dieser Hinsicht die Planungen bis Jahresende aus?

Baulich gibt es noch keine Veränderungen, und in diesem Jahr sind höchstens kleinere Instandsetzungsarbeiten geplant. Wir warten auf den Beginn des neuen Förderzyklus des Regionalmanagements, der voraussichtlich Anfang 2015 liegt.

Inwiefern wurde zuletzt das Nutzungskonzept konkretisiert?

Das Nutzungskonzept bleibt sich treu. Erste kulturelle Angebote sind für August/September mit der Aufführung eines Bühnenstücks geplant und im Oktober soll eine Parallelausstellung des Mediencampus’ Dieburg im Schloss Fechenbach und dem Bahnhof laufen.

Inwiefern bringen sich die Langstädter ins Fest am nächsten Sonntag ein und was lockt neben den Musikgruppen noch an?

Im Bahnhof gibt es eine Modellbahn-Landschaft mit dem historischen Langstädter Bahnhof zu sehen. Der Naturschutzbund präsentiert eine Ausstellung und wir bieten Hausführungen an, damit man sich ein Bild von unseren Ideen für die zukünftige Nutzung des Bahnhofs machen kann. Der Schützenverein serviert Kaffee und Kuchen im Bahnhof, der TSV übernimmt die Getränketheke, der Angelverein sorgt für Fischbrötchen und wir bieten Langstädter Bratwurst an.

Welche Angebote am Fest sind besonders für Familien mit Kindern interessant?

Die Straße vor dem Bahnhof wird gesperrt und als Festplatz und Spielstraße genutzt. Das Spielmobil der Jugendförderung wird zum ersten Mal zum Einsatz kommen und für Bewegung sorgen. Zudem gibt es eine Bastelwerkstatt für Kinder, wo unter anderem Stühle aus dem ehemaligen Gasthaus „Rose“ kreativ gestaltet werden können. Weiterhin gibt es Waldkunst zum Mitmachen. Bestaunen kann man die Werke des Künstlers bereits im Umstädter Wald rund um das Rödelshäuschen. Es haben sich zudem auch noch ein Esel und eine Ziege zum Streicheln angekündigt.

Wie hoch ist das Budget für die Veranstaltung und wer stemmt es?

Das Budget ist sehr gering. Die Musiker und Künstler verlangen keine Gagen. Die Ausgaben halten sich also in Grenzen und sollen von den Einnahmen des Festes gedeckt werden. Die Stadt Babenhausen unterstützt uns mit dem Spielmobil, ansonsten haben wir uns nicht weiter um Sponsoren bemüht. Spenden sind herzlich willkommen, aber auch helfende Hände, die uns beim Aufbau und dem Verlauf des Festes noch unterstützen möchten. Angekündigt haben sich seitens der lokalen Prominenz Erster Stadtrat Kurt Lambert als Vertreter der Bürgermeisterin sowie die Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück. Willkommen ist jeder.

Quelle: op-online.de

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