Neuanfang der Raufbolde

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Echte Kerle: Die Rugby-Spieler des TV Babenhausen trainieren bei Wind und Wetter. Noch bilden die „Celtics“ eine Spielgemeinschaft mit dem SC Frankfurt. Ab dem kommenden Jahr wollen sie auf eigenen Beinen stehen.

Babenhausen ‐  „Fußball ist eine von Raufbolden gespielte Sportart, Rugby eine von Gentleman gespielte Raufbold-Sportart“. Mit diesem englischen Sprichwort hat die Philosophie der Babenhäuser „Celtics“ wenig gemein. Die internationale Truppe verbindet Kameradschaft und die Liebe zu ihrem Sport. Von Ursula Friedrich

Im Flutlicht der Scheinwerfer auf dem Sportplatz „Im Riemen“ übt sich die Rugby-Mannschaft im Kräftemessen (Englisch: tackle). Was nach plumpem Raufen aussieht, erfordert Technik, Kreativität und Fitness. „Für Anfänger ist es immer hilfreich, Purzelbäume zu üben“, weiß Dieter Schade, der den Celtic Rugby Club Babenhausen vor rund zehn Jahren gründete. Damals wurde die Begeisterung an diesem Sport von rund 50 Aktiven getragen, heute ist die Euphorie deutlich abgeklungen.

Um eine neue Herrenmannschaft aufzubauen suchen die Celtic' s daher Nachwuchs. „Mitbringen muss man nur Sportsachen“, so Spieler Markus Fengel - und natürlich die Begeisterung für den schnellen Mannschaftssport.

Seit diesem Jahr unter Dach des TV Babenhausen

Anfang des Jahres schlüpfte der Club unter das große Dach des TV Babenhausen. Für den mit rund 1900 Mitgliedern größten Verein der Stadt ist dies nochmals eine Bereicherung. Bereits Babys ab zehn Monaten bis zu Senioren wird beim TV viel geboten, das Spektrum erstreckt sich von Aqua-Fitness bis Walking, Gesundheitssport bis leistungsorientiertem Training. In das Motto des Vereins „Wo Sport Spaß macht“ fügt sich die Rugby-Abteilung nun perfekt ein.

Hintergrund des Vereinszutritts war es, bessere Trainingsbedingungen auf einem guten Rasenplatz vorzufinden. Auf dem Sportplatz ist dies gelungen und hier wird bei Wind und Wetter trainiert.

Ja, wo ist denn das Spielgerät?: Berührungsängste kennen die Akteure auf dem Feld freilich nicht.

Da eine eigene Mannschaft Anfang 2009 nicht zustande kam, bilden die Celtics eine Spielgemeinschaft mit der Regionalligamannschaft des SC Frankfurt. Beim wöchentlichen gemeinsamen Training wappnen sich die Spieler für ihren Einsatz in der Regionalliga, deren Spiele in der Rhein-Main-Region ausgetragen werden.

Doch diese Fusion ist nur als vorübergehendes Modell gedacht: Mit einer eigenen Mannschaft die Rückrunde ab April 2010 zu bestreiten ist das Ziel der Babenhäuser Rugby-Abteilung. Auch mit einer weiteren Trainingsstätte liebäugelt die Crew. Ein benachbarter Rasenplatz „Im Riemen“ wäre ideal, dieses städtische Terrain „würden wir sogar in Eigeninitiative herrichten“, so Trainer Dieter Schade, der dort Heimspiele ausrichten möchte.

Junge Leute für Rugby begeistern

Noch ist dies eine Vision. Ein erster Schritt ist es, interessierte junge Leute für die Sportart zu begeistern: „In anderen Ländern ist Rugby ungeheuer beliebt“, weiß Dieter Schade. „Und 2016 wird dieser Sport sogar olympisch“, so Markus Fengel.

Wer wie seine Truppe Feuer und Flamme für den körperbetonten Ballsport ist, sollte beim Training vorbeischauen, das montags und mittwochs von 18.30 bis 20.30 Uhr auf dem Sportplatz „Im Riemen“ stattfindet. Weitere Informationen gibt es bei Dieter Schade, z 06073 7406456, Dieter Fengel, z 06073 723935 oder Trainer Harry Ströher, z 0173-6744649.

Quelle: op-online.de

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