Neubau von Sporthallen im Gespräch

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Bekommt die Bachwiesenschule eine Sporthalle? Dazu werden heute Gespräche im Kreishaus geführt.

Babenhausen/Darmstadt-Dieburg - In Babenhausen kann dieses Jahr kräftig gebaut werden. So wird nicht nur die Joachim-Schumann-Schule für 20 Millionen Euro neu gebaut, im Gespräch sind jetzt auch Sporthallenbauten an der Bachwiesenschule in Hergershausen und an der Markwaldschule in Langstadt für jeweils 1,1 Millionen Euro. Möglich macht dies das Konjunkturpaket.

Der Landkreis Darmstadt-Dieburg kann mit rund 54,4 Millionen Euro aus dem Sonderinvestitionsprogramm des Landes Hessen (SIP) und aus dem Kommunalen Investitionsprogramm des Bundes (KIP) rechnen. Wie Landrat Alfred Jakoubek mitteilt, erhält der Kreis rund 27,6 Millionen Euro vom Land und 16,8 Millionen vom Bund. Zusätzlich gibt es noch zehn Millionen Euro aus dem Klinik-Sonderprogramm des Landes, die, so der Erste Kreisbeigeordnete Klaus Peter Schellhaas, in den Neubau der Psychiatrie an der Kreisklinik Groß-Umstadt fließen. Die Städte und Gemeinden des Landkreises erhalten knapp 27,2 Millionen Euro, deren Berechnungsgrundlage die Einwohnerzahl ist.

So fließen aus Berlin und Wiesbaden also insgesamt 81,6 Millionen Euro (54,4 plus 27,2 Millionen) in den Landkreis. Das Geld für die Kommunen wird über den Einwohnerschlüssel an die Kommunen verteilt. Investitionswünsche der Städte und Gemeinden werden an die eigens beim Landkreis eingerichtete Koordinierungsstelle zur Überprüfung eingereicht und bei entsprechender Plausibilität nach Wiesbaden weiter gegeben.

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Ob die Hallen in Hergershausen und Langstadt gebaut werden, ist aber noch nicht klar. Wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin auf Anfrage mitteilt, gibt es am heutigen Freitag ein Gespräch mit Schuldezernent Christel Fleischmann. Die Markwaldhalle ist dringend sanierungsbedürftig. Alleine für den Brandschutz seien 500 000 Euro zu stemmen. Dazu kämen weitere energetische Maßnahmen. Denkbar, so Coutandin, sei auch, die Markwaldhalle zu sanieren und so zu erweitern, dass sie für den Schulsport gut genutzt werden kann. Schließlich kosteten zwei Hallen entsprechend Unterhalt.

Ein Drittel des Geldes fließt aus dem Kreisanteil des Konjunkturpakets, zwei Drittel aus dem Topf, der Babenhausen zustünde. Da die Hälfte der Summe noch dieses Jahr in Aufträge fließen müsste, sei das ein Planungswerk, das für eine Kommune wie Babenhausen eine „echte Herausforderung“ sei.

Nach Aussage von Landrat Alfred Jakoubek sind die 44,4 Millionen aus SIP und KIP überwiegend für den Schulbau und für Schulsanierungen vorgesehen. Weitere Schwerpunkte des Maßnahmenkatalogs sind energetische Sanierungen an Schulen und Ausbauten zu Ganztagsschulen sowie Neubauten beziehungsweise Erweiterungen von Sporthallen. Die geplante Investitionssumme für den Schulbereich beläuft sich auf rund 63,7 Millionen Euro. „Wir haben bewusst mehr angesetzt“, berichtet Landrat Jakoubek, „damit wir jeder Zeit Vorhaben nachschieben können, wenn ein Projekt abgelehnt wird.“

Die vorgesehenen und genehmigten Maßnahmen aus dem Landesprogramm haben im Jahr 2009 zu beginnen, müssen zusätzlich sein und dürfen nicht aus anderen Programmen gefördert werden. Die Kommunen sind ermächtigt, Darlehen als überplanmäßige Ausgaben zu genehmigen. Derzeit ist der letzte Antragstermin für Vorhaben der 30. April.

Die Landesmittel werden ausschließlich über Darlehen finanziert. Die Abwicklung dieser Darlehen läuft über die Landestreuhand. Die Tilgung teilen sich das Land zu fünf Sechstel und der Kreis zu einem Sechstel. Die Zinsaufwendungen, so Landrat Jakoubek, werden durch den Kommunalen Finanzausgleich abgedeckt.

Quelle: op-online.de

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