Obst und Gemüse für wenig Geld

Babenhausen ‐ Ein Lebensmittelladen, der für finanziell nicht so gut gestellte Menschen gesunde Lebensmittel zu günstigen Preisen anbietet, soll in Babenhausen eingerichtet werden. Von Petra Grimm

Ein Arbeitskreis im Rathaus, in dem sich Alf Grimm, der Leiter des Fachbereich Soziales, Familie und Integration, seine Mitarbeiterin Jutta Krüger und mehrere soziale Institutionen und Vereine zusammen gefunden haben, hat in den vergangenen Wochen ein Grobkonzept erarbeitet. Der Laden soll allen sozial Benachteiligten, nicht nur Hartz IV-Empfängern, helfen, besser über die Runden zu kommen, „Hilfe zur Selbsthilfe bieten“, so die Initiatoren. Auch ältere Menschen mit einer niedrigen Rente oder beispielsweise allein erziehende Mütter mit wenig Einkommen sind eingeladen, in dem geplanten Geschäft einzukaufen.

Das Sortiment wird sich auf Obst und Gemüse, Backwaren und gesunde Lebensmittel beschränken, die nicht gekühlt werden müssen. „Tiefkühlprodukte sowie Frischwurst und Frischfleisch werden aus lebensmittelhygienischen Gründen nicht angeboten“, erklärte Grimm. Da ein Ziel der Einrichtung, die sich im Wesentlichen durch Sach- und Geldspenden tragen soll, „Gesundheitsförderung“ ist, wird es industriell produzierte Fertiggerichte, Tiefkühlpizzen und Co. nicht geben.

Firmen und Vereine als Sponsoren gesucht

„Es wird keine ‚Tafel‘ sein. Die Verteilung der Lebensmittel wird nicht kostenlos, sondern nur günstiger sein. Der Laden, für den derzeit eine geeignete Immobilie gesucht wird, soll ein Gemeinschaftsprojekt verschiedener Institutionen und der Stadt sein. „Die Stadt sieht sich hier eher als Koordinator. Es wäre gut, wenn sich ein Trägerverein gründen würde, der die Sache managt“, so Grimm. Die Räume für das Geschäft sollen zwar zentral, aber nicht direkt in der Fußgängerzone liegen, um die Hemmschwelle für die Kunden niedriger zu halten.

„Es wäre gut, wenn wir Firmen oder soziale und gemeinnützige Vereine als Sponsoren finden würden, die sich verpflichten, mindestens für drei Jahre einen bestimmten Betrag zu bezahlen, mit dem wir fest kalkulieren können, um so die Anlaufphase zu sichern“, sagte Grimm. Weitere Einnahmen wären die Beiträge von Mitgliedern des Trägervereins, der noch gegründet werden müsste, und aus dem Gewinn durch den vergünstigten Verkauf der Waren.

Der Verkauf im Laden, die Büroarbeit, das Abholen der Waren, das Gewinnen von Geld- und Lebensmittelspendern und andere anfallende Arbeiten sollen von freiwilligen Helfern übernommen werden.

Wer bei dieser guten Sache in welcher Form auch immer mithelfen möchte, der möge sich per E-Mail an Jutta Krüger wenden: Jutta.Krueger@babenhausen.de.

Quelle: op-online.de

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