Obstbäume als Zeichen für Zukunft und Gemeinschaft

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Bewahrung der Tradition: Auch in diesem Jahr setzten die Harpertshäuser Kommunionkinder und Konfirmanden wieder Bäumchen.

Harpertshausen ‐ Es ist seit langem eine Tradition im Babenhäuser Ortsteil, dass die Konfirmanden und die Kommunionkinder des Jahres ein Obstbäumchen setzen. Dieses steht als Zeichen für die Zukunft und die Gemeinschaft, in der sie leben und die sie unterstützen wollen. Von Michael Just

In diesem Jahr waren es vier Kommunionkinder und drei Konfirmanden, die hinter dem Rodelberg und damit dem DRK-Heim zur guten Tat schritten. Dem Nachwuchs obliegt es in den nächsten Jahren, den eigenen Baum zu pflegen und dafür eines Tages mit Früchten belohnt zu werden. Pfarrer Ulrich Möbus verteilte stellvertretend auch im Namen des verhinderten Pfarrers Ferdinand Winter den Segen für die Aktion und alle Beteiligten. „Wer sich die Bäume genau anschaut erkennt, wie verschieden sie sind: Es gibt lange und kurze Äste, dicke und dünne. Ganz gleich wie jeder Baum gewachsen ist, zeigt er sich in seiner Art als gut“, so der Pfarrer. Das lasse sich ebenfalls auf die Menschen übertragen. Wie Möbus schmunzelnd ergänzte, solle man sich durch diese Aussage nicht von den Eltern beeinflussen lassen, die wegen unpassender Schulnoten ihre Sprösslinge hin und wieder auch mal als nicht wohl geraten bezeichnen.

Ortsvorsteher Kurt Kratz lobte ebenfalls die Aktion mit den Bäumen, die gestiftet wurden, nachdem die Stadt vor geraumer Zeit nicht mehr deren Finanzierung übernahm: „Ob Umweltschutz- oder Gemeinschaftsgedanken, ihr tut gleich mehrfach etwas Gutes.“ Er erinnerte auch daran, dass wir in einer Überflussgesellschaft leben und in diesem Moment die Armen nicht vergessen sollten.

Zum Schluss konnte der Ortsvorsteher noch eine Überraschung präsentieren: Nachdem Pfarrer Möbus im letzten Jahr sagte, er habe schon so viele Bäume gepflanzt, aber noch nie einen Obstkuchen gesehen, hatte Kratz ein Kaffeetrinken vorbereitet. In der Grillhütte wartete auf den Pfarrer und die Kinder ein Zwetschgen- und ein Apfelkuchen, die Klaus Karstädt, ein guter Bekannter von Kratz, gebacken hatte.

Quelle: op-online.de

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