Obstwiese wird zum Lehrpfad

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Bildungsoffensive in der Streuobstwiese: Mit Schautafeln verwandelten die Aktiven von Herigar die Anpflanzungen in einen Lehrpfad.

Hergershausen ‐ „Kein Mensch weiß, was hier für schönes Obst steht“, sagt Maren Gatzemeier vom Herigar-Vorstand. Besucher der neu angelegten Streuobstwiese unweit des Hergershäuser Neubaugebietes konnten die Vielfalt der hier reifenden Früchte vor allem mit den Geschmackssinnen erleben. Von Ursula Friedrich

Als Apfelgelee, fruchtiger Bestandteil im Blechkuchen, süßer Most oder als getrocknete Chips wurden die vielen Apfelsorten verkostet.

Die große Obstmasse ließe sich an den 75 Bäumen zwar noch nicht ernten, so Maren Gatzemeier, schließlich wurde das Obstgehölz erst 2008 von der Stadt angepflanzt. Die Pflanzung wurde als ökologische Ausgleichsmaßnahme für die Erschließung des Neubaugebietes in Hergershausen angelegt.

14 verschiedene Sorten Kern- und Steinobst tragen die Bäume – wegen ihrer Jugend jedoch nur vereinzelt. Wo die „Gute Luise“, die Conference-Birne und andere Sorten reifen, erfahren Spaziergänger bei einem Besuch der Streuobstwiesen nun viel Wissenswertes über diese Obstsorten. Der Verein Herigar nahm den landesweit gefeierten „Tag der Regionen“ zum Anlass, einen Obstlehrpfad einzuweihen. 14 Schilder machen die Obstwiese nun zu einem Lehrpfad.

Für Herigar eröffnet sich mit der neuen Streuobstwiese ein ganzes Spektrum an Möglichkeiten. „Ziel unseres Vereins ist auch die Stärkung der dörflichen Identität“, so Maren Gatzemeier – mit Hilfe der Obstoffensive am Tag der Regionen ließ sich dieser Vorsatz trefflich mit Leben füllen. Die Veranstaltung soll außerdem keine Eintagsfliege bleiben. Während die jungen Bäume noch vergleichsweise wenige Früchte tragen, träumt Herigar bereits von einem Kelterfest.

Quelle: op-online.de

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