Räume sollen nach den Sommerferien betriebsbereit sein

Not-Kita in der Kaserne soll im Sommer starten

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Bis die ehemalige Grundschule auf dem Kasernengelände zur Kindertagesstätte umgebaut ist, soll es eine Interims-Lösung geben, um dringend benötige Kita-Plätze zu schaffen.

Ein Jahr früher als geplant soll eine Kindertagesstätte in den „Kaisergärten“ den Betrieb aufnehmen – wenn auch nur temporär.

Babenhausen - Es ist eine Notlösung, die die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend in Form eines CDU-Antrages mit den Stimmen von CDU, SPD, FWB und FDP auf den Weg gebracht hat. Die Grünen enthielten sich. In Bestandsgebäuden auf dem ehemaligen Kasernengelände – im Gespräch sind die bereits als Flüchtlingserstaufnahmeeinrichtung (HEAE) genutzten Gebäude wie das Boarding House, das ehemalige Verwaltungsgebäude und ein Gebäude südlich der Chapel – sollen Räume für drei Kita-Gruppen hergerichtet und angemietet werden, um die dringend benötigten Plätze zu schaffen. Wie berichtet, fehlen nach den Sommerferien etwa 65.

Waren in der eigens anberaumten Sondersitzung des Sozialausschusses zu diesem Thema noch Container als mögliche Notlösungen genannt worden, hatten im Anschluss, unabhängig voneinander, Sozialausschussvorsitzende Monika Heinlein (CDU) und Bürgermeister Joachim Knoke (SPD) mit der Kasernenkonversionsgesellschaft Kontakt aufgenommen. „Frau Heinlein war schneller“, gab der Rathaus-Chef unumwunden zu, der sich ebenso wie Heinlein für die sehr konstruktive Zusammenarbeit bedankte. Die wichtigste Nachricht allerdings: Daniel Beitlich von der Kasernenkonversionsgesellschaft habe sich von Anfang an hinter das Vorhaben gestellt und sei auch optimistisch, dass das realisiert werden könne, wie Heinlein erzählte.

Ob die Interims-Kita allerdings wie gefordert und erhofft nach den Sommerferien im August seine Pforten öffnen kann, sieht Knoke skeptisch. „Das ist mehr als sportlich“, meinte er. Zum einen, weil nicht nur die Räume zur Verfügung stehen, sondern auch die notwendigen Genehmigungen und die erforderliche Betriebserlaubnis des Jugendamtes vorliegen müssten. Zum anderen braucht es einen Betreiber und Erzieherinnen. Eine Option könnte sein, eine gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung (gGmbH), wie sie auch für die geplante Kasernen-Kita in der ehemaligen Grundschule als Möglichkeit im Raum steht (siehe Infokasten). Um diesen Punkt ergänzte deshalb CDU-Politiker Günther Eckert in der Sitzung den Antrag seiner Fraktion. Der Grund übrigens, warum die Grünen-Fraktion sich bei der Abstimmung der Stimme enthielt.

Dass die Not-Kita auf dem Kasernengelände auch Geld kostet, darauf wies FWB-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Heil hin. Er nannte die Summe von 513 000 Euro, die von der Stadtverwaltung für den Betrieb bis August 2020 berechnet worden sei. Danach soll die Kita in die dann fertig gestellte Kita „Kaisergärten“ ziehen. So zumindest der Plan. Die Finanzierung wird über einen Nachtragshaushalt erfolgen, der in den nächsten Wochen erarbeitet wird.

VON NORMAN KÖRTGE

Quelle: op-online.de

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