Offene Fragen zum Außengelände der Kita „Kunterbunt“

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Das Modell von Architektin Dea Ecker zeigt lediglich einen Kubus als Andeutung für den neuen Kindergarten Kunterbunt, deutlich wird jedoch die Lage im Stadtteil.

Babenhausen - Sehr rege war das Interesse am Neubau der Kindertagesstätte (Kita) „Kunterbunt“. Eltern, Anlieger und Interessierte waren zur Vorstellung der Pläne in den Bewegungsraum des bestehenden Hauses geladen worden. Von Ulrike Bernauer

Das heißt, Pläne im eigentlichen Sinne gibt es noch nicht, auch das Modell, das die Besucher interessiert betrachteten, zeigte eher den Stadtteil als das neue Gebäudekonzept.

„Sie sehen hier einen reinen Kubus, der das Gebäude jedoch nur andeuten soll, die Form wird gewiss so nicht bleiben“, erklärte Architektin Dea Ecker. Für das Büro Ecker hatte sich die Stadt nach einer europaweiten Ausschreibung entschieden, man war der Meinung, das Odenwälder Architekturbüro setze die Vorstellungen der Stadt am besten um.

„Wir stehen noch ganz am Anfang der Arbeit“, so die Architektin und sie legte auch keine konkreten Pläne vor. Die Besucher erhielten Informationen zum Grundkonzept. So soll die neue Kita insgesamt 130 Kinder aufnehmen, vier Gruppen mit jeweils 25 Kindern über drei Jahren (Ü3) und drei Gruppen mit jeweils zehn Kindern unter drei Jahren (U3).

Gruppenräume sollen zwischen 45 bis 50 Quadratmeter haben

Die Gruppenräume sollen zwischen 45 bis 50 Quadratmeter haben, hinzu kommen ein Bewegungsraum, ein Bistro mit Kinderküche sowie Verkehrsflächen wie Flure, Sanitärräume und Räume für die Verwaltung und das Personal. Wie groß die umbaute Fläche später einmal werden soll, ist noch nicht klar.

Klar dagegen ist, dass die Kita im Wesentlichen eingeschossig bleiben soll, zumindest im Bereich der Gruppenräume für die Kinder. „Wir wollen Licht von oben einbringen“, das war Architektin Ecker ganz wichtig. Lediglich im Verwaltungsbereich kann sie sich zwei Geschosse vorstellen. Dafür sollen die Gruppenräume in der Regel noch eine zweite Spielebene erhalten. Klar ist auch, dass der Neubau im Gegensatz zum bestehenden Gebäude energetisch gut aufgestellt sein wird. Die Verfassung des bestehenden Gebäudes ist auch einer der Gründe, den bestehenden Kindergarten nach der Fertigstellung des Neubaus abzureißen. „Die Nachrüstung käme so teuer, dass wir uns für einen Neubau entschieden haben“, erklärte Bürgermeisterin Gabriele Coutandin.

Da es für die Architektur noch keine genauen Pläne gab, erhitzte das Außengelände die Gemüter. Knapp 2 000 Quadratmeter hat das jetzige Kindergartengelände, davon sind 716 Quadratmeter umbauter Raum. Zusätzlich kommt an Außenfläche noch der angrenzende Spielplatz mit gut 1 400 Quadratmetern hinzu, der zurzeit exklusiv vom Kindergarten genutzt wird. Das neue Gelände hat insgesamt gut 4 200 Quadratmeter, wovon unter Umständen zwei Bauplätze von insgesamt rund 950 Quadratmetern verkauft werden sollen, zur Finanzierung des Neubaus.

Spielplatz für die Allgemeinheit?

Die Diskussion entzündete sich hauptsächlich an der Idee, den neben dem Kindergarten befindlichen Spielplatz für die Allgemeinheit zu öffnen. „Wie sollen wir die Kinder beaufsichtigen?“, so die Einwände der Erzieherinnen, und die Eltern fragten, wie bei einer Öffnung für alle die Sauberkeit des Spielplatzes gewährleistet werden könne.

Auch die Idee, den Westring, den die Kinder momentan überqueren müssen, in eine Stichstraße zu verwandeln, damit das Gelände für die Kindergartenkinder noch besser erreichbar ist, konnte die meisten Eltern nicht befriedigen. Die Architektin, die Bürgermeisterin und ein Anwohner warben für eine Öffnung des Geländes. „Ich will mit meinem Enkel nachmittags auch mal auf den Spielplatz gehen“, so ein Anwohner.

Architektin Ecker will die zahlreichen Anregungen nun in ihre Planungen aufnehmen. Zur nächsten Sitzung werde man dann auch konkrete Architektur vorstellen. Da die Kita Ende 2013 fertiggestellt sein muss, ansonsten gehen Fördergelder verloren, soll ab Frühsommer 2012 mit der Vergabe und im Spätsommer mit den ersten Bauarbeiten begonnen werden. Der Kostenrahmen von 2,7 Millionen Euro, der ursprünglich gesteckt war, wird nicht zu halten sein. „Ich rechne damit, dass die Baumaßnahme erheblich teurer wird“, erklärte Verwaltungschefin Coutandin.

Quelle: op-online.de

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