Viel Arbeit liegt vor jungen Gärtnern

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An der Offenen Schule gibt es nun ein grünes Refugium. Das Projekt stellten Lehrer und Schüler der Öffentlichkeit vor. Erst müssen die Schüler das Unkraut bändigen, dann können sie mit dem Gärtnern beginnen.

Babenhausen - Der Holzzaun steht um das 700 Quadratmeter große Gelände direkt neben dem Schulhof. „Das war schon mal ein wichtiges Stück Arbeit, das die Klasse 9/6 übernommen hat. Die Schüler haben sogar in ihrer Freizeit daran gearbeitet“. Von Petra Grimm 

Das sagte die Lehrerin Ulrike Uhlenbusch; sie ist die Initiatorin des neu angelegten Gartens der Offenen Schule. Sie leitet die Schulgarten AG, in der 14 Fünftklässler in die Hände gespuckt haben. „Wir konnten ja im Frühjahr erst richtig anfangen“, sagte sie jetzt, als das Projekt vorgestellt wurde, und betonte, dass weitere Schüler und Lehrer, inklusive Leiter Rainer Becker, mitgeholfen haben. Auch Lehrer Uwe Heine und seine Siebtklässler bringen sich ein.

Die Fünftklässler der AG haben verschiedene Entwürfe für die Gartenanlage angefertigt, die nun zur Begutachtung am Zaun aufgehängt waren, und sich dann in einer demokratischen Abstimmung für einen entschieden. Eine Kräuterspirale wurde bereits angelegt und ein Insektenhotel aufgestellt, das die Lehrerin Angelika Kumpf mit ihren Schülern gebaut hat. Die Schüler hatten die Betrachter des Gartens auch zu einem kleinen Ratespiel eingeladen, es galt Kräuter, die in kleinen Dosen lagen, durch riechen zu erkennen.

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Die Gartenhütte, die noch nicht an ihrem endgültigen Platz steht, haben die Hausmeister gezimmert. „Geplant ist auch noch ein Gewächshaus“, sagte Ulrike Uhlenbusch. Aber bevor auf dem Gelände Obststräucher und Gemüsebeete angelegt und irgendwann auch geerntet werden können, liegt noch viel Arbeit vor der Gärtner-Truppe. Denn das Unkraut sprießt noch wild und für Bewässerung muss auch noch gesorgt werden.

Im kommenden Schuljahr wird der Schulgarten als Wahlpflichtfach für die Zehntklässler angeboten. „Denn für einige Arbeiten muss man richtig anpacken können. Und da haben die Jungs aus der Zehnten doch mehr Kraft als die jüngeren Schüler“, sagte Uhlenbusch. Wer kümmert sich während der Sommerferien um den Garten? „Im Moment muss noch nichts bewässert werden, denn wir haben nur mediterrane Kräuter in der Spirale. Aber wenn mehr angepflanzt ist, müssen für die Pflege auch Dienste eingeteilt werden“, sagte die Lehrerin, die den Kindern durch die Gartenarbeit ermöglichen möchte, Natur und Artenvielfalt zu erleben und Verantwortung zu übernehmen.

Quelle: op-online.de

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