An Offener Schule wird‘s heiß

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Die Fettverbrennung bei den „Chemikern“ der Offenen Schule Babenhausen war ein Höhepunkt der Präsentationen zum Schulfest. Das Mensateam rund um Fachlehrerin Doris Schimsheimer und Azubi Sabrina Wallawy (Mitte, links ) präsentierte die WM-Torten.

Babenhausen ‐ Rauch und Flammen im Chemiesaal, Elefanten im „K-Bereich“, Graffiti-Sprühaktion im Klassenzimmer und eine singende Lehrer-Combo - an der Offenen Schule (OSB) war jetzt alles möglich. Von Ursula Friedrich

Unter dem Motto „Heimat“ wurde der Schulalltag während der Projektwoche gründlich auf den Kopf gestellt. I-Tüpfelchen der „Prowo“ mit 65 kreativen, spannenden und sportlichen Angeboten war das Schulfest am Samstag. Hier kamen die „Prowo-Kids“ der 1250 Schüler starken Schule ganz groß raus. In Ausstellungen, Demonstrationen und Aufführungen präsentierten sie die Ergebnisse der Projektwoche.

Obwohl das Thema „Heimat“ vorgegeben war, wurde dieser Begriff doch stark gedehnt. Denn: Schüler aus 25 Nationen besuchen die OSB und prägen eine sehr vielfältige Schullandschaft. Die kulinarische Heimat etwa spiegelte sich im Angebot der Schulmensa wieder: Mit Spaghetti, Pommes, Gyros, Paella, aber auch Schnitzel wurden Besucher der Küchenbrigade verwöhnt, WM-Torten im Fußballdesign durften nicht fehlen. Rund 60 Schüler betreiben die Mensa regulär. Während der Projektwoche wählten sich 17 weitere Schüler in das Küchenteam ein, um unter Fittiche von Fachlehrerin Doris Schimsheimer frische, gesunde und ausgewogene Leckereien zu zaubern.

Lehrerchor will Abschiedslieder anstimmen

Die Pädagogin ist stolz auf ihre Truppe: „25 Prozent meiner Schüler gehen einmal in diese Berufssparte“, erklärte sie. In den kommenden Tagen erwartet die Nachwuchsköche eine besondere Herausforderung: Zur feierlichen Abschiedsfeier von Schulleiter Burkhard Vollmers kommenden Mittwoch, 30. Juni, soll ein Fingerfood-Büfett mit 25 verschiedenen Speisen gezaubert werden. Auch ein Teil der 104 Lehrer an der OSB will mit ungewohntem Beitrag die Verabschiedung feiern. Ein Lehrerchor, just gegründet, will Abschiedslieder anstimmen. Während des Schulfests feierten die 16 Pädagogen Premiere auf den Bühnenbrettern.

Die siebten Klassen begriffen die „Prowo“ als Chance, als Designer und Maler die Klassenzimmer zu gestalten. Hintergrund ist der zwangsweise Umzug der siebten Klassen. Die 20-Millionen Euro teure Schulerweiterung findet ihren Auftakt im Abriss des „K-Bereichs“. Die heimatlosen „Siebten“ siedelten in den „F-Bereich“ um, pinselten, strichen und verschönerten ihre Räume mit gewaltigen Graffiti-Bildern.

Der Erlös des Schulfests, der sich durch ein leckeres Catering, aber auch verkaufte Erzeugnisse aus den Kreativkursen ergibt, soll die benötigten Materialien decken und die Schulrenovierung der Kids decken, die durch den Umbau der Schule vorübergehend umsiedeln.

Quelle: op-online.de

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