„Gemeinsam eine Lücke ausgefüllt“

Erstes Oktoberfest der TSV Langstadt

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Hoch die Krüge: Diesmal steckten beim Oktoberfest nicht ausschließlich Fastnachter in Dirndl und Lederhosen.

Langstadt - „Ich bin der Anton aus Tirol. Meine gigaschlanken Wadln san a Wahnsinn für die Madln...“ – so schallt es am Freitagabend in einem Lied von der Bühne im Ochsenstadl. Die Wadln der meisten anwesenden Herren sind keineswegs gigaschlank, sondern eher wohlgeformt. Von Michael Just 

Das überrascht nicht: Denn hinter dem Oktoberfest stehen die Fußballer und Tischtennis-Spieler des TSV Langstadt. „Gemeinsam wird eine Lücke ausgefüllt. Nachdem unsere Karnevalabteilung über mehrere Jahre das karnevalistische Oktoberfest ausgerichtet hat, wollte sie dieses Jahr pausieren“, berichtet Christa Erbes, Vorstandsmitglied und Abteilungsleiterin Tischtennis.

Die Langstädter Band „Atze & Friends“ sorgten für die musikalische Unterstützung.

Das karnevalistische Oktoberfest entstand durch den Vorschlag des ehemaligen Landrats Alfred Jakoubek, dass es eine Veranstaltung bräuchte, die den Karnevalvereinen im Kreis die Gelegenheit gibt, sich auch mal außerhalb der fünften Jahreszeit zu treffen. Beim TSV organisierte man daraufhin ein Oktoberfest, dessen Tische für Fastnachtsvertreter aus der Region reserviert waren. Nach zahlreichen erfolgreichen Terminen im lokalen Ochsenstadl wurde das Angebot in diesem Jahr ausgesetzt. Das rührt auch daher, weil der Langstädter Grenzgang nur wenige Tage zurückliegt. Er wird ebenfalls von „Narrenhand“ organisiert. Mit dem Oktoberfest hätte das innerhalb kurzer Zeit viel Arbeit bedeutet. Nach der Absage entschlossen sich die Tischtennis- und die Fußballabteilung, die herbstliche Sause in die Hand zu nehmen – und das offen für jeden. Die Langstädter Band „Atze & Friends“ schloss den Kreis mit einer großen Anzahl Beteiligter aus dem Babenhäuser Stadtteil.

Die meisten Besucher kamen ebenfalls aus Langstadt, jedoch nicht ausschließlich. „Durch Anfragen aus Pfungstadt oder Sickenhofen, ob für die Karnevalisten wieder was geboten wird, erfüllten wir auch Kartenwünsche von dort“, erzählt Erbes. Aus Haibach rückte Jutta Lenk an. Ihr Bindeglied war Arbeitskollegin Uschi Schwarzkopf, die in Langstadt wohnt. Die beiden Freundinnen trugen schicke Lederhosen auf. Die Frage, warum es kein Dirndl geworden ist, wird einmal ehrlich („Das ist mir zu klein geworden“) und einmal mit Humor („Wir lieben Lack und Leder“) beantwortet. Im Vorverkauf setzten die Organisatoren rund 150 Karten ab.

Bilder: Oktoberfest bei der TG Ober-Roden

Mit der Abendkasse war der Stadl am Ende zu etwa drei Viertel gefüllt. Ob ein Oktoberfest unter dieser Regie Zukunft hat, wird sich laut Erbes nach den Abrechnungen und gemeinsamen Besprechungen zeigen. Zur Premiere war man mit dem recht ordentlichen Zuspruch zufrieden. Zudem fiel das Engagement der Helfer positiv ins Auge: Die Fußballer kümmerten sich um die Getränke und die Theke, die Tischtennis-Abteilung ums Essen und das Bedienen. Besonders löblich die Tischtennis-Damen: Die waren im Einsatz, obwohl sie am nächsten Tag zu einem Spiel in der zweiten Bundesliga antreten mussten. Damit sie über genügend Kraft verfügen, ging ihre Schicht nicht über 23 Uhr hinaus.

Quelle: op-online.de

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