Kiesgarten im Kreisverkehr

Babenhausen - Der Kiesabbau hat in der Geschichte der Stadt eine große Bedeutung und soll jetzt auch Motto für die Gestaltung des Verkehrskreisels in der Edmund-Lang-Straße sein. Von Stefan Scharkopf

Wie berichtet, hat der Magistrat beschlossen, den Rundbau dort neu zu gestalten, mit dem Ziel, langfristig Kosten bei der Freiflächenpflege einzusparen und gleichzeitig eben ein prägendes Markenzeichen abzubilden. Um Kosten bei der Grünflächengestaltung langfristig einzusparen und im gleichen Zug gestalterische Akzente zu setzen, sollen alle Kreisel der Kernstadt nach und nach an die Reihe kommen. Die Lösungen sollen durch Sponsoring günstig werden.

Der Magistrat hat vorgeschlagen, den Kreisel in der Edmund-Lang-Straße als Kiesgarten abzubilden. Der See soll durch blau-grauen Kies dargestellt werden, die Land- und Uferfläche durch gelb-bunten. Aufgelockert werden soll das Ganze durch Gräserhorste mit Findlingen. Die Mitte krönt ein ausgedienter Greifer.

Der Ortsbeirat hat den Magistratsvorschlag in seiner jüngsten Sitzung passieren lassen, wie Ortsvorsteher Adolf Breer auf Anfrage unserer Zeitung sagte. Allerdings tauchte die Frage auf, ob für diese Darstellung der Kreisel in der Edmund-Lang-Straße der richtige ist. Geeigneter erscheint manchen der bei Continental, weil die Schumann & Hardt GmbH & Co. KG südwestlich der L3116 beim Akazienhof Quarzkies-Tagebau betreiben will.

Zukunft der Brandhäuser an B26 unbeantwortet

Der Ortsbeirat regte auch an, auf den Vorschlag des Gewerbevereins einzugehen und einen Wettbewerb für die Gestaltung der Kreisel auszuloben. Lässt die Stadt ihre Verkehrsinseln in einem neuen Licht erscheinen, sind damit aber die größeren Schandflecke der Stadt nicht beseitigt.

Immer noch nicht beantwortet ist die Frage, was aus den Brandhäusern an der B26 und dem Gelände werden soll. Im Mai hatten SPD, FWB und CDU mehrheitlich beschlossen, ein knapp 1500 Quadratmeter großes Gewerbegrundstück zu kaufen. Der Streifen liegt in direkter Nachbarschaft zu dem Merin-Gelände.

Der Kauf mit einem Preis von 150.000 Euro ist lediglich als Zwischenerwerb gedacht. Zum einen will die Stadt gemäß des „Integrierten Stadtentwicklungskonzepts“ eine Neuordnung nördlich der Aschaffenburger Straße erreichen und zum zweiten ganz konkret Änderungen auf dem Merin-Gelände herbeiführen. So könnten beide Areale dann zusammen vermarktet werden.

Quelle: op-online.de

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