Heckenschnitt als erste Aufgabe der Ortsverschönerer

Sickenhofen - Der Ortsverschönerungsverein wurde am 18. Mai 1961 gegründet – und feiert dieses Jahr somit 50. Geburtstag. Helmut Mahr und Bettina Mathes lassen die Geschichte Revue passieren und geben einen Ausblick auf Künftiges. Von Stefan Scharkopf

Erste Arbeitseinsätze des Vereins waren das Streichen von Friedhofstoren und das Schneiden von Hecken. Durch Spenden wurden in den folgenden Jahren Ruhebänke angeschafft. Höhepunkt in der Vereinsgeschichte war die Teilnahme am Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ 1978, 1979 und 1980 (zweimal Bezirkssieger und auf Landesebene Zweiter). Der Ablauf der Arbeitseinsätze lag in den Händen des damaligen Ortsvorstehers Helmut Mahr, der vom Gartenbau-Ingenieur Plischke vom Amt für Landentwicklung Darmstadt unterstützt wurde.

Bei der Dorfverschönerung wirkten alle Sickenhöfer Vereine mit. Auch von der Stadt mit dem damaligen Bürgermeister Norbert Schäfer wurde diese unterstützt. Damals wurde vieles gepflanzt: die Linden am Kircheingang und im Kindergarten, die Pyramideneiche sowie die Birken und Ahornbäume am Kinderspielplatz, die Ahornbäume am Friedhofsparkplatz und die Birken am Ortseingang Hergershäuser Straße. Außerdem wurde die Holzverkleidung der Wartehalle an der Kirche angebracht. An der sogenannten „Holzbrücke“ am Pflasterweg zum Wald wurde ein Vogelschutzgehölz angelegt. Auch die Umgestaltung des Parkplatzes vor der Mehrzweckhalle wurde vom Ortsverschönerungsverein mit Unterstützung der Babenhäuser Firmen Aumann und Kies Hardt durchgeführt.

Geräte in Fertiggarage untergebracht

Zur Unterbringung der vereinseigenen Geräte wurde eine Fertiggarage angeschafft und auf städtischem Gelände am Spielplatz aufgestellt. Dem Kindergarten wurde aus Fest-Erlösen Material für eine Pergola gespendet. Um den Parkplatz vor der Mehrzweckhalle ansprechender zu gestalten, finanzierte der Verein den Dorfbrunnen, der 1991 der Stadt übergeben wurde.

Ohne die Ortsverschönerer gäbe es auch keine „Zwitscherklause“ am Sickenhöfer Waldeingang, die der Verein finanzierte und im Dezember 1978 aufbaute. Das erste Waldfest der Ortsverschönerer an der Zwitscherklause war im Mai 1979. Die Erlöse aller späteren Waldfeste des Vereins wurden für gemeinnützige Zwecke verwendet.

Verein feiert 50-jähriges Bestehen

Zum 50-jährigen Bestehen wurde am 2. Juli die Bundesgartenschau in Koblenz besucht, um Anregungen für die künftige Dorfverschönerung zu sammeln. Auch dieses Jahr werden Blumenzwiebeln gepflanzt, um im Frühjahr die Bürger zu erfreuen. Schwerpunkt soll das Neubaugebiet sein.

Weitere Aktionen zum 50-Jährigen sind die Montage von zwei Pflanzbögen über das Bett des Richerbachs im Ort und die Pflanzung eines Jubiläumsbaumes. Auch die Bepflanzung der Blumenampeln an den Laternen wird im Frühjahr erweitert.

Quelle: op-online.de

Rubriklistenbild: © May

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