Osterferien bei der Kinder- und Jugendförderung:

Klettern für den Kanteneffekt

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Voll im Blick: Mikko (links) und Julia haben Bennett von unten gesichert. Von oben hat Erlebnispädagoge Steffen Böttger für die Sicherheit der 16 Kinder und Jugendlichen gesorgt.

Babenhausen - Als sportliche Abwechslung zum Alltag veranstaltete die Kinder- und Jugendförderung Babenhausen von Montag bis Mittwoch die „Kletterferien“. Von Lars Herd

16 Kinder und Jugendliche zwischen neun und 16 Jahren klettern an den steilen Wänden des Babenhäuser Feuerwehrturms hoch. Aus gut zehn Metern Höhe seilen sie sich ab. Mit Steffen Böttger ist beim Abseiltraining ein Experte dabei, der die Kinder von koordiniert und ihnen Sicherheit gibt. „Es ist wichtig ihnen immer wieder Feedback zu geben, um sie zu bestätigen“, erklärt der Erlebnispädagoge. Die Höhe sei genau richtig für die Kinder, um den ersten Schritt zu machen und den sogenannten Kanteneffekt wahrzunehmen. „Das ist der Moment, wenn man sich aus dieser Höhe nach hinten hinaus lehnt“, sagt Böttger. Also dann, wenn man sich aus einer solchen Entfernung zum Boden ins Seil fallen lässt und die zunächst vernommene Angst überwindet. „Ein korrekt ausgeführter Knoten ist das A und O beim Klettern“, betont Böttger, „es gibt nicht viele Dinge, die beim Klettern beachtet werden müssen, aber die müssen eben richtig beachtet werden.“

Bennett ist der erste, der sich an den Feuerwehrturm wagt. „Das ist ein gutes Gefühl“, meint er. Zuvor hat er sich keine Gedanken um die Höhe gemacht. „Ich bin einfach über die Absperrung und dann ging es los“, sagt er. Der gleichen Ansicht ist auch Jannis: „Es ist total cool, wenn man sich da abseilt.“ Anders bei Paulina: „Das hat schon Überwindung gekostet. Aber nachdem ich ein Stückchen weiter unten war, war es total schön.“

Mit echter Höhenangst hat keiner der Teilnehmer zu kämpfen. „Generell ist Angst nur ein gesunder Ratgeber“, erklärt Böttger, „Sie warnt, dass man vorsichtig sein soll.“ Und wenn man vorsichtig sei, habe man nichts zu befürchten. Nicht zum ersten Mal bietet die Kinder- und Jugendförderung eine Kletter-Veranstaltung an. Bis im vergangenen Jahr fand einmal pro Monat ein Kletterkurs statt, der allerdings aufgrund finanzieller Engpässe auf Eis gelegt wurde.

Dafür gibt es nun die Kletterferien. „Natürlich mussten wir uns auch hier nach kostengünstigen Möglichkeiten umschauen“, erklärt Michael Spiehl von der Kinder- und Jugendförderung. Gefunden haben er und sein Team diese bei der Feuerwehr mit ihrem Turm. Andere Ausflugsziele waren Steinbrüche in Bessenheim und in Hainstadt im Odenwald, wo die Teilnehmer knapp 20 Meter in die Höhe kletterten.

Quelle: op-online.de

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