Ostermarkt

Diesmal kein Vorbote des Frühlings

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In der Stadthalle waren die Stände der Hobbykünstler recht gut besucht.

Babenhausen - Helmut Fendt, der Vater aller Babenhäuser Märkte, trug eine warme Mütze an Stelle seines breitkrempigen Hutes, mit dem man ihn üblicherweise über die Marktmeile laufen sieht. Von Petra Grimm

Glühwein ging gut an den Ständen, und die Tische und Stühle, die der Wirt des Eiscafés ziemlich optimistisch auf die Brücke gestellt hatte, waren verwaist. Auch wenn es sich so anfühlte, es war nicht der Weihnachtsmarkt, der am Samstagvormittag offiziell eröffnet wurde, sondern der 22. Ostermarkt. In diesem Jahr – zumindest was die Außentemperaturen betrifft – kein Vorbote des Frühlings. Auch wenn sich die rund 100 Marktbeschicker, darunter auch Babenhäuser Vereine und Geschäftsleute, am Wochenende wieder alle Mühe gaben und mit ihren Verkaufsständen für Leben in der Innenstadt sorgten.

Sepp der Clown gehört mittlerweile zum vertrauten Anblick beim Ostermarkt.

Es war einfach zu kalt und ungemütlich zum geselligen Zusammenstehen in den Gassen. Trotzdem waren einige große und kleine, wetterfeste Flaneure unterwegs – am Sonntag etwas mehr –, um sich mit einem Bummel über die Marktmeile zu unterhalten, einzukaufen oder Karussell zu fahren. Sepp der Clown und der Happyman mit seiner Drehorgel fanden auch ihr Publikum. Der Sonntag war verkaufsoffen. Und bei der Gewerbeschau auf dem Stadthallenparkplatz, an der sich zwölf Firmen beteiligten, gab es Infos rund um die neuesten Automodelle oder auch Fahrräder.

Unterschiedliches Resümee

Die Händler im Freien zogen ein recht unterschiedliches Resümee. „Es ist einfach zu kalt, die Leute haben die Hände tief in ihren Taschen vergraben und halten kaum an, um sich meine Waren anzuschauen“, sagte ein Verkäufer von T-Shirts und bunten Tüchern. Für die junge Langstädter Floristin Carmen Fleckenstein, die den Markt wieder mit kreativen Gestecken und Blumentöpfen bereicherte, war der Samstag trotz des kühlen Wetters „gar nicht so schlecht. Ich hatte eigentlich weniger erwartet“, sagte sie am Abend zufrieden.

„Insgesamt war es für die Beschicker vom Umsatz her sicher kein guter Ostermarkt. Es war einfach zu kalt“, bedauerte Helmut Fendt am Sonntag.

Ostermarkt in Babenhausen

Ostermarkt in Babenhausen

Die 70 Hobbykünstler in der Stadthalle hatten zumindest warme Füße. Sie zeigten wieder beachtliches Kunsthandwerk in großer Vielfalt, darunter auch jede Menge Oster- und Frühlingsdekoration. Gehäkelte, getöpferte und aus Holz gesägte Hasen begeisterten ebenso wie kunstfertig bemalte Eier, die es an mehreren Ständen gab. Und zwar in allen Größen, denn neben dem klassischen, ausgeblasenen Hühnerei, waren Tauben-, Rebhuhn, Fasanen, Zwerghuhn, Puten- oder auch Straußeneier zu bewundern.

Ein Osterfeuer loderte am Samstagabend und auch das Feuerwerk erhellte die Nacht. Zur offiziellen Eröffnung am Samstagvormittag, die Erster Stadtrat Kurt Lambert vornahm und die der evangelische Posaunenchor aus Langstadt musikalisch umrahmte, waren der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Pentz und der SPD-Landtagskandidat Oliver Schröbel gekommen. Erste Kreisbeigeordnete Rosemarie Lück brachte die Besucher mit dem Ostergedicht „Henne oder Ei“ von Eduard Mörike zum Schmunzeln.

Quelle: op-online.de

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