Landrat lobt TSV Langstadt für Bundesligaaufstieg

Gutes Wetter pünktlich zum Ostermarkt

+
Nicht nur Hasen und Eier, auch Lämmchen präsentierten sich bunt beim Ostermarkt in der Stadthalle.

Babenhausen - Über 100 Marktbeschicker haben die Innenstadt beim Ostermarkt am Wochenende in eine bunte Einkaufs- und Vergnügungsmeile verwandelt. Von Petra Grimm

Die große Hobbykünstlerausstellung in der Stadthalle, eine Gewerbeschau, der verkaufsoffene Sonntag und das Osterfeuer des Gewerbevereins rundeten das Großereignis ab, das seit 27 Jahren das Frühjahr in Babenhausen einläutet.

Vorsichtig prüfte die kleine Natalie Diehl mit ihrem Zeigefinger die Farbe an den Eiern in ihrem Korb. Die zehnjährige Eppertshäuserin war als Hase verkleidet beim Ostermarkt zum zweiten Mal in Amt und Würden und verteilte bunte Eier an die Besucher. Die erste Runde ging an die Ehrengäste der Eröffnung, darunter Landrat Klaus Peter Schellhaas, Bürgermeister Joachim Knoke, Stadtverordnetenvorsteher Friedel Sahm, Erster Stadtrat Reinhard Rupprecht und Ortsvorsteher Reinhold Gottstein.

Für den musikalischen Rahmen beim offiziellen Teil auf dem Marktplatz sorgte traditionell der Evangelische Posaunenchor aus Langstadt, der darüber hinaus auch den Weihnachtsmarkt und den Fastnachtszug unterstützt, wie Marktorganisator Helmut Fendt mit Dank hervorhob. Ein besonderes Lob in den Stadtteil schickte auch der Landrat, der den Aufstieg der Tischtennis-Damenmannschaft des TSV Langstadt in die 1. Bundesliga erwähnte: „Da kann man stolz drauf sein in Babenhausen.“

Nachdem Helmut Fendt die bunten Osterfahnen vor einigen Tagen noch im Schneegestöber aufgehängt hatte, freute er sich am Samstagvormittag über die Sonne: „Der Wetterbericht für dieses Wochenende ist gut“, sagte er zuversichtlich. So flanierten zahllose Menschen bereits in Vorfreude auf die wärmere Jahreszeit auf der Marktmeile, ließen sich ein Eis oder andere kulinarische Verlockungen schmecken. Für die Kinder waren Karussells, ein Bungee-Trampolin, Auto-Scooter und andere Vergnügungen geboten.

Fünfzehn Firmen präsentierten sich bei der Gewerbeschau auf dem Stadthallenparkplatz und fast 70 Hobbykünstler ihre Werke in der Halle. „Ich hatte bei den Hobbykünstlern noch nie so viele Absagen wegen Grippe wie in den letzten Tagen“, sagte Fendt. Aber da er eine veritable Warteliste mit Interessenten hatte, konnten die Lücken kurzfristig geschlossen werden.

Unter den Kreativen ist die Babenhäuser Ausstellung sehr beliebt, wie von vielen zu erfahren war. Unter den Stammbeschickern ist Ulla Mende aus Reichelsheim, die seit acht Jahren in Babenhausen sowohl beim Oster- als auch beim Weihnachtsmarkt mit ihren originellen Häkeltieren und anderen wolligen Objekten vertreten ist. Seit vier Jahren bietet sie zudem aus alten Sammeltassen selbst gefertigte Etageren an. Sie lobte das Ambiente der Schau und die Organisation der Firma Fendt. „Mir gefällt hier gut, dass die Ausstellung im Rahmen eines großen Marktes stattfindet und der Raum so schön gestaltet ist. Die Besucher sind freundlich und interessiert, und die Organisation klappt. Die Veranstalter sind immer sehr nett, man kann jederzeit etwas nachfragen“, so Ulla Mende, die Interessierten gerne ihre Arbeitsweise erläuterte. „Ich stelle inzwischen auch Häkelanleitungen ins Internet“.

Bilder: Ostermarkt in Babenhausen

Sie besucht zehn bis zwölf Märkte im Jahr, auch mit Unterstützung ihres Lebensgefährten. „Da braucht man am Anfang auch ein gutes Selbstbewusstsein, um seine Arbeiten anzubieten, und Durchhaltevermögen“, gab sie als Tipp. Eine Premiere in der Stadthalle hatte Cornelia Sommer aus Großostheim. Sie strickt, häkelt und töpfert seit etwa zwei Jahren in ihrer Freizeit. Und zwar so viel, dass ihr Mann irgendwann vorschlug, die Werke auf einem Markt zu verkaufen. So sei sie auf dem Babenhäuser Ostermarkt gelandet. „Mein Mann hat diesen Markt hier im Internet entdeckt“, erzählte sie, während ihre Stricknadeln klapperten.

Wie man mit überall erhältlichem Material, nämlich bunt gemustertem Geschenkpapier, zauberhafte, frühlingshafte Dekorationsartikel zaubern kann, zeigte Christine Sior aus Dieburg. Sie faltete innerhalb von zehn Minuten mit faszinierendem Geschick kleine Papierschmetterlinge vor den Augen der Besucher. Die Frage, ob man dafür eine besonders ruhige Hand bräuchte, verneinte sie. „Aber man muss schon öfter mal eine Pause machen.“

Quelle: op-online.de

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.