Wo der Pate durchs Klassenzimmer führt

Babenhausen - „Mama, schau mal, hier kann man ja sogar Tischtennis spielen“, ruft der kleine Marvin begeistert aus. Die zehnjährige Juliana, eine Schulhof-Patin, nimmt Marvin an die Hand und zeigt ihm auch noch die Fahrzeuge wie Tretroller und Fahrrad sowie die Klettermöglichkeiten, die in den Pausen genutzt werden dürfen. Von Verene Scholze

Verantwortungsvoll weist sie danach auf die Pausenregeln hin, an die sich die Kinder halten müssen. Marvin ist begeistert: „Mama, hier will ich zur Schule gehen“.

Die Schule im Kirchgarten hatte am Donnerstag zum Schnuppernachmittag eingeladen. Interessierte Eltern konnten mit den zukünftigen Schulanfängern und Geschwistern die Schule auf eigene Faust erkunden und sich die Vorklasse, Klassenräume und Fachräume ansehen. So erhielten die Eltern einen Einblick über die Möglichkeiten und Angebote der Schule. Für jeden der Fachräume oder Einrichtungen wie Bücherei und Schulhof standen den Besuchern neben den Lehrern auch Paten zur Verfügung, an die man sich bei Fragen wenden konnte. Diese Paten waren Schüler der vierten Klassen und nahmen ihre Aufgaben sehr ernst. „Ich habe mich freiwillig gemeldet“, erzählt Juliana. „Denn ich wollte den neuen Schülern unsere tolle Schule zeigen“.

Der Schnuppernachmittag war ein weiterer Baustein in der Kette der Informationsmöglichkeiten, die die Schule anbietet. „Neben den Infoabenden, die bereits im Herbst vor Schulbeginn veranstaltet werden, folgt der Tag der offenen Tür. Danach steht der Kennenlerntag für die zukünftigen ABC-Schützen auf dem Programm. Dieser findet am 30. April statt“, berichtet Rektorin Silke Schulz-Mandl. „Wir haben den heutigen Termin des Schnuppertage bewusst auf Nachmittags gelegt, damit auch die berufstätigen Eltern genug Zeit haben, um sich hier zu informieren“, sagt Schulz-Mandl weiter.

Die Schule im Kirchgarten wird momentan von 410 Schülern aus 20 Nationen besucht. Für das beginnende Schuljahr werden 105 Schulanfänger erwartet. „Wir werden vier bis fünf neue Klassen bilden“, sagt Schulz-Mandl.

Die zukünftigen Schüler erwartet ein breit gefächert Angebot. In jeder Jahrgangsstufe werden bis zu 28 Kinder in je fünf beziehungsweise vier Parallelklassen unterrichtet. Der Unterricht wird insgesamt von 21 Lehrer, einem katholischen Pfarrer, einer evangelischen Pfarrerin, einer Lehrerin und einem Lehrer im Vorbereitungsdienst gehalten. Im dritten und vierten Jahrgang gibt es gemeinsame Klassen: Dort werden auch Kinder unterrichtet, bei denen sonderpädagogischer Förderbedarf festgestellt wurde.

Außerdem werden in einer Vorklasse Kinder von einer Sozialpädagogin betreut und auf das erste Schuljahr vorbereitet. Daneben bietet die Schule im Kirchgarten einen Vorlaufkurs sowie Sprachheilunterricht an. Neben Fachräumen wie Computerraum, Werkraum, Mathematikum und zwei Musikräumen bietet die Schule im Kirchgarten ein großes Schulgelände mit eigenem Schulgarten, auf denen sich die Kinder in den Pausen schön austoben können. Eine Turnhalle, ein kleiner Fußballplatz und die eigene Bücherei runden das Angebot ab. Auch Schulkleidung wie T-Shirts, Sweatshirt-Jacken und Polo-Shirts können bestellt werden.

„Diese Kleidung ist kein Muss. Sie ziert das Logo der Schule und sie soll die Zusammengehörigkeit unter den Schülern fördern“, sagt Silke Schulz-Mandl. Die Schulkleidung ist derzeit sowohl in der Schule als auch in verschiedenen Geschäften zur Ansicht ausgestellt und kann unter die Lupe genommen werden.

Quelle: op-online.de

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