Pferdefreunde auf dem Parkett

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Ein gesellschaftliches Ereignis ist für die Pferdefreunde der Kreisreiterball und mit Vergnügen gaben sich die Reiter mal einem ganz anderen Sport hin.

Babenhausen ‐ Über ein ausverkauftes Haus freute sich der Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Babenhausen, Manfred Willand, in der Stadthalle. Den Kreisreiterball richtete der Babenhäuser Verein im festlichen Rahmen aus. Von Ulrike Bernauer

Ein riesiger Pferdekopf beobachtete von einem Plakat auf der Bühne die Gäste. „Pferdestadt Babenhausen“ stand darauf zu lesen.

Die Veranstaltung ist ein gesellschaftlicher Höhepunkt unseres Vereines“, sagte Willand, der besonders begeistert darüber war, dass sehr viele Jugendliche nicht nur teilnahmen, sondern sich besonders in Schale geworfen hatten.

Ein Teil davon, hauptsächlich junge Damen - Reiten als Breitensport ist immer noch fest in weiblicher Hand - marschierte bald darauf vor der Bühne auf. „Wir kommen jetzt zum eigentlichen Anlass des Balls“, so der Vorsitzende, „der Ehrung von erfolgreichen Reitern.“ Ausgezeichnet wurden die Kreismeister in Dressur und Springen, Lisa Jarlemark, Fahri Fischer, Nicole Windhaus, Andrea Merck, Vera Witt, Alexander Wagner und Nadja Becker.

Hessischer Meister beim Fahren wurde Georg von Stein im Vierspänner, Sascha Utz im selben Gefährt Vize-Hessenmeisterin.

Kreismeister im Vierkampf wurden Celina Angerer, Ricarda Schwarzkopf und Jasmin Lohrer. Beim Landesentscheid im Vierkampf in Landenhausen siegten Tina Weber, Jasper Robiné, Jerome Robiné, Antonia Bayer und Tamara Horner in der Klasse E, in der Klasse A Friedrich Reinhard, Sebastian Bayer, Lisann Gulatz, Ricarda Schwarzkopf und Fahri Fischer.

Beim Ringfinale in Kranichstein siegten Sina Schüler, Eva Schramm, Lea Herzig, Maja Meinhard, Katharina Nieswandt und Philipp Groß. Einen dritten Platz beim Voltigieren bei der hessischen Meisterschaft errangen Janine Wolf, Jasmina Deshmeh, Myriam Feller, Marie Fernau, Carolin Gruber, Nathalie Sittig, Sonja Lenhardt, Julia Ortgies, Eva Schramm und Clara Sebald. Hessenmeisterin bei den jungen Reitern wurde Viktoria Hörnke.

Auch reine Freizeitreiter waren dabei

Meist steht auch Carinna Schneider bei den Geehrten. In diesem Jahr sitzt sie im Saal, beklatscht ihre Reiterkolleginnen und freut sich auf den Tanz. „Ich habe dieses Jahr meine Diplomprüfung abgelegt und deshalb weniger Turniere wie sonst geritten“, erklärt die Reiterin vom Reitclub Dieburg. Die Schwestern Claudia und Katja Weber aus Eppertshausen sind rein zum Vergnügen zum Ball gekommen. „Das Reiten ist für mich ein guter Ausgleich“, sagt Katja Weber, „nach einem Ausritt ist der ganze Stress weg. Zum Ball komme ich, weil ich hoffe Freunde zu treffen, die ich schon lange nicht mehr gesehen habe“.

Hauptsächlich junge Damen wurden beim Kreisreiterball für ihre sportlichen Erfolge geehrt (Foto oben).

Daniel Bernhardt nahm zwar am Ball teil, seine erste Reitstunde hat er jedoch in der nächsten Woche noch vor sich. Der Student erobert dann den Rücken eines Pferdes im Studentenreitclub Darmstadt, bei dem Freundin Claudia schon länger reitet.
Aus Roßdorf sind Walter und Kerstin Petsch, sowie Rosi Schmitz und Steffen Bein nach Babenhausen gekommen. „I ch reite nicht selbst, dafür bin ich der Turniertrottel“, lacht Rosi Schmitz, „ich erledige für meine Tochter die Arbeiten rund ums Turnier und ich springe emotional mit, wenn meine Tochter springt.“ „Tanzen werden wir ganz sicher noch“, erklärt Kerstin Petsch, „wir warten nur noch auf die richtige Musik.“

Die macht gerade eine Pause, denn nach den erfolgreichen Reitern nimmt der Babenhäuser Verein noch einige vereinsinterne Ehrungen vor. Für 50 Jahre Zugehörigkeit werden Volker Grünewald und Irmtraud Hotz (in Abwesenheit) geehrt, sowie Klaus Gorche für 40-jährige Mitgliedschaft.

Eine Überraschung hat der Vorsitzende Willand noch für den zweiten Vorsitzenden Ingo Dries, er ernennt ihn zum Ehrenmitglied. Dries ist fast zu Tränen gerührt und ringt um Fassung. „Die, die mich kennen, wissen, was mir diese Auszeichnung bedeutet“, so Dries und dann schon wieder mit etwas festerer Stimme, „das nächste Mal möchte ich bei einer so wichtigen Entscheidung wieder mit einbezogen werden.“

Quelle: op-online.de

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