Neuer Wehrführer in Langstadt gewählt

Plischke springt für Rodenhäuser ein

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Nachfolger gefunden: Heiko Plischke (Zweiter von links) übernimmt das Amt des Wehrführers von Jens Rodenhäuser (rechts daneben). Vereinsvorsitzender Alexander Lindemayer (links) und der stellvertretende Wehrführer Carsten Staudter gehörten zu den ersten Gratulanten.

Heiko Plischke heißt der neue Wehrführer der Langstädter Feuerwehr. Bei deren Jahreshauptversammlung wurde er als einziger Kandidat ohne Gegenstimme gewählt.

Langstadt – Er tritt die Nachfolge von Jens Rodenhäuser an, der aus privaten Gründen ein Jahr vor Ende seiner offiziellen Amtszeit ausscheidet.

Wie Vorsitzender Alexander Lindemayer in seinem Bericht mitteilte, zählt der Feuerwehrverein derzeit 354 Mitglieder. Das sind vier weniger als vor einem Jahr. Davon sind 64 aktiv, 49 in der Einsatzabteilung und 15 in der Jugendwehr. Die Datenschutzgrundverordnung hat laut Lindemayer auch die Wehr beschäftigt: „Wir haben ein Verzeichnis erstellt, das für jedes Mitglied aus Vorstand und Feuerwehrausschuss, das mit personenbezogenen Daten unserer Mitglieder arbeitet, die Verarbeitungstätigkeit dokumentiert.“ Zudem umfasse die Eintrittserklärung zukünftig drei Seiten.

Der scheidende Wehrführer Rodenhäuser vermeldete in seinem Bericht, dass die Einsätze im Vergleich zum Vorjahr von 39 auf 29 gesunken sind. Allerdings sei der Sturm Fabienne nur als ein Einsatz erfasst worden. Sonst würde man von 69 Einsätzen sprechen. Ausgerechnet am Kerbsonntag mussten Zufahrtsstraßen von umgefallenen Bäumen befreit oder Planen auf abgewehten Hausdächern angebracht werden. Von den elf Bränden waren drei Flächenbrände, die sich auf den heißen Sommer zurückführen lassen. Für die Jugendwehr berichtete Lukas Müller über einen sehr aktiven Nachwuchs, der sich von 13 auf 15 Köpfe vergrößern konnte.

„Die zwölf Monate hatten es wirklich in sich“, lobte Bürgermeister Joachim Knoke die Arbeit der Blauröcke. Auffällig ist für ihn, dass in allen Babenhäuser Wehren nicht nur die Kompetenz, sondern auch der Zusammenhalt stimmt. „Immer wieder fällt die tolle Kameradschaft ins Auge“, so Knoke. Ortsvorsteher Günther Eckert wies auf die enorme Mitgliederanzahl der Einsatzabteilung prozentual zur Bevölkerungzahl hin. „Mit Blick auf den Klimawandel war die Feuerwehr noch nie so wertvoll wie heute“, hob er heraus. Weitere Grüße kamen von Stadtbrandinspektor Achim Frankenberger und Stadtjugendfeuerwart Daniel Kunkel. Reinhold Gottstein dankte im Namen von Stadtverordnetenvorsteher Friedel Sahm.

Vorstandswahlen standen nicht auf dem Programm. Diese stehen alle fünf Jahre und damit 2020 wieder an. Mit Nico Rau wurde lediglich ein neuer Jugendsprecher gewählt.

Im Blickpunkt stand aber das Ausscheiden von Rodenhäuser als Wehrführer. Nach zehn Jahren gibt er das Amt ab. Der stellvertretende Wehrführer Carsten Staudter bezeichnete ihn sowohl dienstlich als auch bei den Vereinsaktivitäten der Wehr als Glücksfall. Trotz Schichtarbeit im Beruf sei er nahezu bei allen Einsätzen dabeigewesen. Bei der Organisation des Kreiskameradschaftsabend 2015 habe er ebenso Eindruck hinterlassen wie als DJ bei den Feiern im Feuerwehrhaus oder der Freundschaftspflege zur Feuerwehr von Trebesing in Österreich.

Von Michael Just

Quelle: op-online.de

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