Polizei geht jetzt von Verbrechen aus

Babenhausen - (st) Noch völlig mysteriös sind die Hintergründe des Tötungsdeliktes in Babenhausen, bei dem, wie berichtet, vergangene Woche ein Ehepaar in der Friedrich-Ebert-Straße erschossen und die Tochter (37) schwer verletzt wurden. „Indessen verdichtet sich die Annahme, dass es sich um ein Verbrechen handelt“, wie Oberstaatsanwalt Klaus Reinhardt am Telefon sagte.

Wie Staatsanwaltschaft Darmstadt und Polizeipräsidium Südhessen in einer gemeinsamen Stellungnahme mitteilen, hat das Polizeipräsidium eine 20-köpfige Sonderkommission gebildet, die rund um die Uhr akribisch die Ermittlungen führt. Eine äußerst komplexe Spurenlage lasse die Vorgänge, die sich in dem Haus abgespielt haben, nur sehr zögerlich zum Vorschein kommen, wie es heißt.

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Fest steht wohl, dass der Immobilienmakler und seine Frau in ihrem Haus erschossen worden sind. Neben Polizei und Staatsanwaltschaft sind Experten und Gutachter an den aufwändigen Ermittlungen und der Tatortsicherung beteiligt.

Sicher ist, dass die beiden 62 und 58 Jahre alten Opfer erschossen und die Tochter angeschossen worden sind. Sicher scheint auch der Todeszeitraum. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass die Tat spätestens zwölf Stunden vor Entdeckung begangen worden ist und der mögliche Zeitraum bis Donnerstag zurückreichen könnte.

Die Polizei hat ein Hinweistelefon mit der Rufnummer 06151-9694804 geschaltet.

Obwohl nach wie vor die Ermittlungen nach allen Seiten offen sind, zeichnet sich derzeit ein Schwerpunkt ab, der die Täterschaft von außerhalb als wahrscheinlicher erscheinen lässt. Die Ermittlungen konzentrieren sich deshalb auf das private und berufliche Umfeld.

Beamte des Polizeipräsidiums Südhessen haben mit ihren Diensthunden und Unterstützung der Bereitschaftspolizei am Montag zentimeterweise das Gelände nach allen möglichen Spuren durchsucht, die im Zusammenhang mit dem Verbrechen stehen könnten. Nichts wurde gefunden, was die Ermittler derzeit weiterbringen könnte, auch nicht die Tatwaffe.

Die Polizei bittet alle Personen um Kontaktaufnahme, die im beruflichen und privaten Umfeld in Verbindung mit der Familie gestanden und die bisher noch nicht mit der Polizei gesprochen haben.

Quelle: op-online.de

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