Zehn Säcke voller Müll

Private Initiative startet Sammelaktion

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40 große und kleine Müllsammler waren am Mittwochnachmittag im und rund um das Hergershäuser Neubaugebiet im Einsatz.

Hergershausen - Ortsvorsteher Horst Grimm verteilte lange Piekser, Frauen hatten Kaffee und Gebäck vorbereitet, Schutzhandschuhe und gelbe Warnwesten wurden angezogen. Dann ging es los.

Etwa 40 große und kleine Hergershäuser durchstreiften am Mittwochnachmittag fast zwei Stunden die Landschaft und sammelten Dreck auf, den achtlose Zeitgenossen einfach in die Pampa geworfen hatten. Bis vor ein paar Jahren noch gab es die Aktion „Saubere Stadt“. Dabei sammelten Bürger und Vereine – organisiert von der Stadt und mit Unterstützung des Landkreises – gemeinsam Abfall in der Gemarkung auf. Auf private Initiative startete nun die Gruppe am großen Spielplatz im Neubaugebiet. „Ganz wichtig ist, dass wir die Brutzeit der Vögel beachten, die ja schon begonnen hat. Also bestimmte Bereiche, wo Nester sein können, bitte aussparen“, sagte Barbara Heusinger von Waldegge zu ihren Mitstreitern. Die zweifache Mutter und Bewohnerin des Neubaugebietes hatte zu der kollektiven Aktion über Facebook und in Whatsapp-Gruppen aufgerufen. Unterstützt wurde sie bei der Mobilisierung von Danja Wanjek, die einen Aushang in der Kita gemacht hatte. „Wir haben vor ein paar Jahren schon einmal gemeinsam Müll aufgesammelt. Und da jetzt durch den Sturm viel herumlag, dachten wir, es wäre wieder Zeit“, sagte die Initiatorin, die in der Aktion auch einen „Lerneffekt“ für die Kinder sieht.

Der Schwerpunkt der freiwilligen Truppe lag im und um das Neubaugebiet herum. Auf dem Weg Richtung Sickenhofen, im Entwässerungsgraben, auf dem Wall zur Bahnlinie, am Richerbach entlang, auf dem Freizeitgelände am Ortsrand und an anderen Stellen waren die Müllsammler in ihren gelben Warnwesten gut sichtbar. Nach eineinhalb Stunden, manche waren sogar zwei unterwegs, trafen sich alle zur verdienten Rast. Vor allem gemischter Hausmüll, Glas, Pappe, leere Dosen, aber auch Bauschutt landete in den großen Säcken. Reste vom Silvesterfeuerwerk lagen auch noch herum. „Am Ende hatten wir ungefähr zehn Säcke voll“, so Heusinger von Waldegge. Die Entsorgung des Mülls übernahm Ingo Rohrwasser. (pg)

Quelle: op-online.de

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