Projekt trägt erste Früchte

Babenhausen ‐ Ein Bewerbungsschreiben folgt dem nächsten, der Stapel mit den Absagen wächst stetig. Wer monate-, vielleicht sogar jahrelang arbeitslos war, der zieht sich oft in sein Schneckenhaus zurück und resigniert. Von Stefan Scharkopf

Doch es gibt auch andere, die aktiv werden - und auch Erfolg haben: Die Kreisagentur für Beschäftigung des Landkreises Darmstadt-Dieburg und die Stadt Babenhausen starteten Ende März diesen Jahres gemeinsam das Regionalprojekt „Ich lebe und arbeite in Babenhausen“, um Langzeitarbeitslosen zu helfen, wieder in das Berufsleben zurück zu kehren.

Inzwischen hat sich die Teilnehmerzahl bereits um 14 reduziert. Diese Personen haben eine sozialversicherungspflichtige Tätigkeit in Babenhausen, im Landkreis, in Offenbach und in Darmstadt gefunden. Zwei weitere Teilnehmer sind auf 400-Euro-Basis mit der Aussicht auf einen Vollzeitarbeitsplatz eingestellt worden. Wenn es ihre Arbeitszeit zulässt, kommen beide gerne weiter ins Erfolgsteam, um ihre neuen Kontakte zu festigen und weiter dazuzulernen.

Netzwerke nutzen, um Arbeit zu finden

In zwei Arbeitsgruppen treffen sich seit fast sechs Monaten 34 Männer und Frauen im Sitzungssaal des Rathauses. Ihr Ziel: Innerhalb der neunmonatigen Projektlaufzeit alle angebotenen Kontakte, Netzwerke und Möglichkeiten zu nutzen, um einen Arbeitsplatz zu finden. Angestrebt werden Arbeitsplätze in Babenhausen und Umgebung. In den Gruppen, auch Erfolgsteams genannt, werden individuelle Bewerbungsstrategien und Erfolgskonzepte erarbeitet.

„Jeder Teilnehmer hat ein eigenes Netzwerk. Je besser die Teilnehmer sich untereinander kennenlernen, umso eher kann jeder Tipps und Hilfestellungen geben, Kontakte aktivieren, Wissen und Erfahrungen weitergeben“, so Ute Thiesen von der Kreisagentur für Beschäftigung. Sie leitet die Arbeitsgruppen. Jetzt haben 14 einen Job gefunden.

„Die Teilnehmer sind hoch motiviert und helfen sich gegenseitig. Die Unterstützung durch Bürgermeisterin Gabi Coutandin und die Wirtschaftsförderin Sylvia Kloetzel war und ist sehr hilfreich. Der Erfolg gibt diesem Konzept recht“, so Thiesen.

Menschen, die in Babenhausen wieder eine Arbeitsstelle finden, kaufen auch in Babenhausen ein. Damit fließt ihr Verdienst in die örtliche Infrastruktur zurück. Es profitieren alle davon. Bürgermeisterin Gabi Coutandin bittet alle Babenhäuser Unternehmer, das Projekt zu unterstützen.

Regionale Betriebe und Unternehmen, die Projektteilnehmer einstellen, können durch individuelle Lohnkostenzuschüsse von der Kreisagentur für Beschäftigung gefördert werden.

Ansprechpartnerinnen sind Sylvia Kloetzel (Wirtschaftsförderung Babenhausen, 06073 60288), und Ute Thiesen (Kreisagentur für Beschäftigung, 06151 881 5209).

Quelle: op-online.de

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