Projektwoche der Markwaldschule

Auf den Spuren von Picasso und Co.

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Mit den künstlerischen Arbeiten von Pablo Picasso in Form modellierter Köpfe beschäftigten sich die Schüler in der Projektwoche der Markwaldschule.

Langstadt - „Auf den Spuren großer Künstler“ wandelten die Kinder der Markwaldschule während ihrer Projektwoche. Und zwar ganz praktisch. Mit den verschiedensten Materialien wurde den namhaften Vorbildern nachgeeifert und dabei geknetet, gesägt, geschliffen und gemalt. Von Petra Grimm 

Zum ersten Mal dabei waren auch die zukünftigen Schulkinder aus den Kitas in Langstadt und Harpertshausen. Fasziniert bestaunten die Besucher der bunten Ausstellung in der Markwaldschule die Werke der kleinen Künstler, die beim Schulfest zum Abschluss der Projektwoche präsentiert wurden. Lichteinfall, Schatten und Farbspiel thematisierten die mit einem Schwamm, Pinsel oder den Fingern getupften Bilder im Stil des Impressionisten Claude Monet. Konzentration und Feinmotorik wurden bei den Hundertwasser-Häusern trainiert, die aus Wollfäden in Spiralen geformt auf Papier geklebt waren. „Kunst kann jeder“, lernten die Kinder von den beiden Künstlern und Satirikern Peng und Hu, die zeigen, wie man mit Kreativität aus Klecksen ein Bild entwickeln kann.

James Rizzi – Gebäude im Pop-Art-Stil (

Mit komplexen Herausforderungen, wie Experimentierfreude und dem Mut zum Scheitern als Grundlage für neue Erfahrungen, waren die Kinder bei der Arbeit à la Picasso konfrontiert. Sie modellierten auf einem selbst gebauten Gerüst aus Ton, Papier und Kleister fantasievolle Köpfe. Und zwar mit verbundenen Augen, um eine für Picasso typische Verzerrung zu erreichen. Stolz zeigte die sechsjährige Tina aus Harpertshausen ihrer Mutter den beeindruckenden „Einhorn-Teufelkopf“, den sie geschaffen hatte. „Der kommt jetzt in mein Zimmer“, sagte die kleine Künstlerin, die nach den Sommerferien eingeschult wird. Im Rahmen der Projektwoche bereits Schulluft zu schnuppern, war eine große Freude und Aufregung für die Kita-Abgänger. „Wir wollten mit der Integration unserer zukünftigen Schüler in die Projektwoche, die eine Premiere war, die Kooperation mit den Kitas noch intensivieren“, sagte Schulleiterin Birgit Schulmeyer, die davon ausgeht, dass es eine Wiederholung geben wird. „Denn es hat Spaß gemacht und wurde von allen Seiten positiv bewertet“.

Insgesamt acht Projekte, in deren Mittelpunkt jeweils ein bekannter Kunstschaffender stand, wurden von den Lehrerinnen, den Erzieherinnen der Kitas und den beiden Müttern Ilona Danel und Anke Koch angeboten. Außerdem gab es zwei Angebote zu Bilderbüchern, die kreativ „bearbeitet“ wurden, beispielsweise durch eigene Illustrationen. Jedes Kind „durchlief“ während der Projektwoche vier bis fünf Stationen und lernte so jeden Tag einen neuen Künstler und sein Werk theoretisch und ganz sinnlich durch das eigene Schaffen kennen.

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Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt: Aus Holz gesägte und bemalte Stabpuppen, die an Figuren von Miró angelehnt waren oder auch kleine, bunte dreidimensional gebaute „glückliche“ Papphäuser im Stil des amerikanischen Pop-Art-Künstlers James Rizzi waren entstanden. Sie bildeten eine Stadt im Foyer der Grundschule, wo Schulmeyer die Besucher begrüßte. Dieser kurze offizielle Teil wurde vom Gesang des Chores, unter der Leitung von Anna Grof schwungvoll begleitet.

Nach einem Knick mit sehr wenigen neuen Erstklässlern vor einigen Jahren, erlebt die Langstädter Grundschule im kommenden Schuljahr einen deutlichen Zuwachs, wie von Birgit Schulmeyer zu erfahren war. Es werden mehr Schüler eingeschult, als in Richtung weiterführender Schule abgehen. Aktuell sind die 72 Markwaldschüler in vier Klassen aufgeteilt. „Nach den Sommerferien werden wir 82 Schüler in fünf Klassen sein. Wir haben dann zwei erste Klassen“, berichtet die Schulleiterin.

Quelle: op-online.de

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