Lösch-Nachwuchs trainiert mit Atemschutz-Attrappe

Puppe aus Brandküche geborgen

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Schwer zu tragen am Atemschutz hatte der Feuerwehr-Nachwuchs zur Abschlussübung.

Babenhausen - Von zwei Seiten prasselte am Samstagmittag das Wasser aufs evangelische Gemeindehaus.

Sowohl neben der Kirche als auch im Hof des Erasmus-Alberus-Hauses hatten Jugendfeuerwehrleute mit Strahlrohren Position bezogen, um einen imaginären Brand zu löschen und ein Ausbreiten der Flammen auf Nachbargebäude und die Kirche zu verhindern. Zudem wurde eine Person vermisst. Die mit Atemschutzgeräte-Attrappen ausgerüsteten Jugendlichen wurden in der Küche, wo der Brand ausgebrochen war, fündig und brachten die Puppe, die den Vermissten darstellte, in Sicherheit.

Jugendfeuerwehrwart Thomas Olstinski war zufrieden mit dem Einsatz der zehn Nachwuchsfeuerwehrleute bei ihrer Jahresabschlussübung, mit der die praktische Übungssaison offiziell endet. Sechs Ausbilder halfen die Wasserversorgung aufzubauen und hatten die Jugendlichen im Auge.

Ausgedünnter Kader

Eigentlich gehören in der Kernstadt 22 junge Leute zwischen zehn und 17 Jahren zur Jugendfeuerwehr. „Aber wegen der Herbstferien sind wir heute weniger“, sagte Olstinski. Mit zwei Autos, Blaulicht und Tatütata waren sie angebraust. Das Löschwasser kam aus einem Hydrant.

„Es hat alles gut geklappt“, sagte der Jugendwart. Was war denn der schwierigste Teil dieser Übung? „Die Einfahrt in den Hof des Gemeindehauses. Aber das mussten die Jugendlichen ja nicht selbst machen“, sagte Wehrführer Florian Sawallich, der unter den Zuschauern war. „Bei einem echten Einsatz würden wir auch gar nicht durch diese enge Einfahrt fahren, sondern das Fahrzeug auf der Straße vor dem Gemeindehaus stehen lassen. Aber bei einer Übung möchten wir natürlich nicht die Straße blockieren und den Verkehr behindern“, sagte der Wehrchef.

Über Zuwachs würde sich die Babenhäuser Jugendfeuerwehr freuen. Treffen sind jeden Montag von 18 bis 20 Uhr im Feuerwehrhaus. „Bei uns sind auch Jugendliche aus dem Ortsteil Harreshausen, da es dort keine Feuerwehr und keine Jugendfeuerwehr mehr gibt“, sagte Olstinski. Diese Floriansjünger werden montags immer um 17.45 Uhr am ehemaligen Feuerwehrhaus in Harreshausern abgeholt und nach dem Unterricht wieder zurück gebracht. Fünf Mädchen gehören auch zur Truppe. Weitere weibliche Mitglieder sind willkommen.

(pg)

Quelle: op-online.de

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