Qual der Wahl für Ausflügler

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Der Reiternachwuchs zeigte sein Können, während es sich die Gäste an der Schwedenschanze gut gehen ließen.

Babenhausen - „Wir radeln heute mehrere Feste ab“, sagte eine Hergershäuser Familie, während sie sich um die Mittagszeit beim Reit- und Fahrverein mit Bratwürsten stärkte. Das war die richtige Einstellung, denn Ausflügler hatten am 1. Mai wieder die Qual der Wahl. Von Petra Grimm

In allen Babenhäuser Stadtteilen dampften Grills, und Biertische luden zum Verweilen ein. Kuchentheken waren aufgebaut und „Fisch oder Fleisch?“ war eine der Fragen des Tages. Viele Vereine und Freizeitgruppen hatten für den Tag der Arbeit wieder in die Hände gespuckt und ein Fest vorbereitet. So lockten die Angler am Hergershäuser Erlensee und die Angelgemeinschaft Haselsee mit Köstlichkeiten aus Neptuns Reich. Der SV Kickers in Hergershausen, der SKV in Sickenhofen, die Vöchel in Harreshausen und die Glorreichen 8 in Harpertshausen stemmten ein Maifest.

Für ein umfangreiches Speisenangebot mit nicht alltäglichen Genüssen sind die Veranstaltungen des Reit- und Fahrvereins bekannt. Hier wurde am 1. Mai unter anderem Ochsenbrust mit Grüner Soße, Handkäs oder auch Wurstsalat serviert. Aber auf der Reitanlage war nicht nur für kulinarische Freuden gesorgt. Ein buntes Programm für die ganze Familie unterhielt die zahlreichen Gäste. 

Erste Erfahrungen unter Turnierbedingungen

Ein kleines vereinsinternes Turnier zeigte den Reiternachwuchs bei verschiedenen Wettkämpfen, angefangen mit der Führzügelklasse bis zum einfachen Springreiterwettbewerb. „Dabei können unsere Reitschüler erste Schritte unter Turnierbedingungen machen und Erfahrungen sammeln. Denn ähnlich wie bei einem Turnier reiten sie hier vor Publikum, mit Musik und Ansagen über Mikro“, sagte der Vereinsvorsitzende Manfred Willand. Ein Treffen des Capri-Clubs, der freitags seinen Stammtisch in der Reiterschänke hat, sorgte für weitere Unterhaltung. Es waren einige ungewöhnliche Fahrzeuge zu sehen. Neben Pferden und Autos fanden auch Hunde das Interesse der Besucher. Denn die Hundefreunde aus Frankfurt, die über die Wintermonate in der Reithalle trainierten zeigten eine Agility-Vorführung mit ihren Tieren.

Zum Pfarrfest von St. Josef gehört auch der Bücherflohmarkt.

Über einen guten Besuch freuten sich auch die Veranstalter des Pfarrfestes, das traditionell am 1. Mai an die Einweihung der Katholischen Kirche 1971 erinnert. Neben einem Gottesdienst am Vormittag lud Pfarrer Ferdinand Winter zu einer Maiandacht am Nachmittag ein, die der Singkreis und die Katholische Kirchenmusik begleiteten. Zum Frühschoppen und gemeinsamen Mittagessen spielten die Bläser unter der Leitung von Patrick Burkard. Ein Bücherflohmarkt und eine große Tombola waren aufgebaut. Pfarrer Winter dankte im Gottesdienst allen ehrenamtlichen Helfern, die das Gemeindeleben mit ihrem Engagement bereichern. „Wir müssen aber leider feststellen, dass das Interesse der Gemeindemitglieder an einigen unserer Angebote, beispielsweise der öffentlichen katholischen Bücherei oder auch bei Veranstaltungen nachlässt“, sagte der Pfarrer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Umfrage der Kirche zur Verbsserung des Angebotes

Um diesem Trend entgegen zu wirken und die Gläubigen wieder stärker einzubinden, habe der Pfarrgemeinderat unter dem Vorsitz von Sigmar Nadolny gemeinsam mit Winter in der jüngsten Klausurtagung nach Lösungen gesucht. Dabei sei die Idee entstanden, mit einer Fragebogenaktion, die im Herbst starten soll, die Gläubigen nach ihren Interessen, Wünschen oder auch Kritik zu fragen. „Wir müssen schauen, wie wir die Leute gewinnen können und vielleicht andere Angebote machen“, sagte der Pfarrer nachdenklich. Als Beispiel für eine gelungene Premiere nannte er den kürzlich abgehaltenen Kleinkindergottesdienst. „Da kamen dreimal so viele Leute, wie wir erwartet haben.“

Auch das vierwöchige Kirchencafé wolle man wieder beleben. Für die geplante Sanierung des in die Jahre gekommenen Gemeindezentrums ist die finanzielle Planung abgeschlossen und liegt jetzt zur Begutachtung in Mainz. „Wir müssen nach und nach die Fenster, das Dach und die Heizungsanlage erneuern. Das ist nur mit Zuschüssen aus Mainz möglich, und da müssen wir abwarten, was wir vom Bistum bekommen“, sagte Pfarrer Winter.

Thomashütte am 1.Mai 2013

Neueröffnung der Thomashütte

Quelle: op-online.de

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