Über 160 Besucher

Regelrechter Ansturm auf Seniorennachmittag

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Viel Spaß hatten die älteren Harreshäuser beim Seniorennachmittag.

Harreshausen - Mit diesem Ansturm hatte keiner gerechnet. Beim Seniorennachmittag in der Mehrzweckhalle wurden die Gastgeber am Samstag förmlich überrannt. Von Ursula Friedrich

Schnell mussten Stühle herbeigeschafft, Tische aufgebaut werden, um den vielen Senioren ein gemütliches Plätzchen zu bieten. Über 160 ältere Herrschaften nahmen in der Mehrzweckhalle Platz, um einen gemütlichen Nachmittag mit Kommunikation, Kulinarischem und Kultur zu verleben.

Der Seniorennachmittag in Harreshausen ist Auftakt der Veranstaltungsreihe, die in jedem Stadtteil sowie der Kernstadt ältere Bürger besonders in den Fokus stellt. In Harreshausen, wo mehr als 350 Einwohner bereits den 65. Geburtstag feierten und so eine Einladung erhalten, gibt es Besonderheiten. Geschichten und Anekdötchen ranken sich um das Ereignis, das früher, vor der zwangsweisen Eingemeindung des Dörfchens nach Babenhausen, als Altennachmittag gefeiert wurde.

„Es wurde schon immer ein warmes Abendessen angeboten“, sagte Ortsvorsteherin Heidrun Koch-Vollbracht, die mit den Kollegen dieses Gremiums für Moderation und Bewirtschaftung zuständig war. In den 60er und 70er Jahren war eine solche Mahlzeit nicht in jedem Haushalt selbstverständlich. Heute ist das Abendessen, saftige Schnitzel mit Kartoffelsalat, ein Alleinstellungsmerkmal des Ortsteils und soll, trotz knapper Kassen, auch beibehalten werden. Mit viel Herzblut sorgen ehrenamtlich agierende Bürger dafür, dass der Seniorennachmittag bis ins Detail zu einem Erfolgserlebnis wird. In der Küche beluden die Frauen des neuen Vereins „Mittendrin“ üppige Kuchenteller und brieten Schnitzel.

Vor der Bühne wurde amerikanischer Square Dance gezeigt, und der Gesangsverein Sängerlust intonierte seine Lieder. Die Dekoration war aufwändig und ganz dem Motto Herbst geschuldet. Der ansässige Bauer Horn hortet und pflegt eigens für dieses Ereignis zehn kleine Strohballen, die nun bereits zum dritten Mal Herzstück einer üppigen Dekoration waren. Die Strohballen sind Relikte aus einer Zeit, da Landwirte noch nicht die gigantischen Rundballen pressten, die sich wohl kaum als dekoratives Element eignen würden.

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Karl Heinz Braun hatte seine Gemüsebeete geplündert und viele vitaminreiche Ausstellungsstücke beigesteuert, weitere Spenden machten das Bild komplett. Mit Bingo-Spiel, Zithermusik und vielen Gesprächen ging es durch den Nachmittag. Pfarrer Frank Fuchs sprach zum Abschluss den Abendsegen. Zu den treuen Gästen zählten auch die Bewohner des Seniorenzentrums Bethesda, die mit 40 Bewohnern dabei waren.

„Die ersten Senioren sind eine Stunde vorher da, um sich die besten Plätze zu reservieren“, freute sich Heidrun Koch-Vollbracht über die Popularität der Veranstaltung. Wurde jedoch sogleich von Sorgen gepeinigt: Ob diesmal die Schnitzel reichen würden?

Quelle: op-online.de

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