Regionalität steht im Mittelpunkt

+
Projekte des Vereins LebensMittelPunkt aus Babenhausen werden durch die neue Stiftergemeinschaft der Sparkasse Dieburg finanziell unterstützt. Durch die Gründung einer Stiftergemeinschaft sollen auch Projekte in der Region besser gefördert werden können, wie hier beispielsweise die Babenhäuser Tafel „LebensMittelPunkt“.

Babenhausen/Groß-Umstadt - „Eine eigene Stiftung mit individueller Zweckbestimmung“ zu gründen, das soll in Zukunft deutlich leichter werden, so verspricht es die Sparkasse Dieburg. Von Ulrike Bernauer 

Dazu hat das regionale Geldinstitut eine Gemeinschaft gegründet, unter deren Dach und Verwaltung dann die individuellen Stiftungen stehen. Diese Stiftungsgemeinschaft soll von nun an bis Ende des Jahres regionale Projekte fördern. Bis zum 31. Dezember läuft also die Weihnachtspendenaktion, in der Spendengelder für die folgenden fünf Tafeln in der Region gesammelt werden: Die „Dieburger Tafel“, „5und2 – die Suppenküche Rodgau“, „LebensMittelPunkt Babenhausen“, der „Brotkorb“ der evangelischen Petrusgemeinde Urberach und die „Lebensmitteltheke“ des Diakoniezentrums.

„Alle Spenden, die anstatt einer direkten Spende an eine der Einrichtungen über das Konto der Stiftergemeinschaft der Sparkasse Dieburg gesammelt werden, verdoppelt die Sparkasse bis zu einem Gesamtspendenbetrag von 10.000 Euro“, verspricht Manfred Neßler, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dieburg der Sparkassendirektor. „Eine der wenigen Möglichkeiten, Vermögen über Generationen zu sichern und zu erhalten, sind Stiftungen“, berichtet der Sparkassendirektor weiter. Immer mehr Menschen würden von diesem Instrument Gebrauch machen. So würden zu Lebzeiten immer mehr Stiftungen gegründet werden, die das Vermögen für einen gemeinnützigen oder mildtätigen Zweck meist in der Region einsetzen.

Neues Dach bei Stiftungsgemeinschaft

Den Aspekt der Regionalität betont Neßler besonders, nicht nur könnten so leichter Stiftungen für regionale, gemeinnützige oder mildtätige Zwecke gegründet werden, auch die Anlage für das eingesetzte Geld des Sondervermögens wäre dann regional.

Mehr Informationen gibt es auch im Internet.

Möglich sind Bürger-, aber auch individuelle Namensstiftungen. Neu ist bei den Stiftungen unter dem Dach der Stiftergemeinschaft, dass der Zweck der Einlage während der Laufzeit gewechselt werden kann. Ebenfalls ein Novum ist, dass das Stiftungskapital niedriger sein kann, als das bis jetzt der Fall ist. Eine Bürgerstiftung kann bereits mit einem Kapital von 10.000 Euro gegründet werden, eine individuelle Namenseinlage erfordert allerdings ein Anfangskapital von mindestens 25.000 Euro.

Zielgerechte Verwendung der Erträge

Sie hat aber auch zum Vorteil, dass die bedachte Institution nicht auf einmal einen großen Zuwendungsbetrag erhält, sondern kontinuierlich einen regelmäßigen Finanzmittelzufluss. Zudem kann das Einlagekapital über die Jahre durch Zustiftungen erhöht werden, möglich sind aber bei der Bürgerstiftung auch Spenden, die nicht das Förderungskapital erhöhen, dafür aber unmittelbar dem Zweck der Stiftung zugute kommen.

„Bei der Verwaltung der Stiftung wird mit einem vertrauenswürdigen Partner, der DT Deutsche Stiftungstreuhand AG, zusammengearbeitet. Das Konzept ist bundesweit bereits bei über 62 Sparkassen umgesetzt. Die Sparkasse kümmert sich um das Management und die Vermögensverwaltung und garantiert dauerhaft – auch nach dem Ableben des Stifters – die zielgerichtete Verwendung der Erträge, gemäß den Vorgaben der Stifter“, erklärt Neßler. Nach Abschluss der Aktion werden die Kundenspenden inklusive des Sparkassenanteils an die genannten Einrichtungen vergeben.

Wer die regionalen Tafeln mit Hilfe der Stiftung unterstützen will, kann unter dem Kennwort „Weihnachtsspendenaktion“ finanzielle Hilfe leisten, Kontonummer 110132784, BLZ 50852651.

Quelle: op-online.de

Kommentare