Reiseerinnerungen mal anders

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Der Informatiker Helmut Pfau zeichnet in seiner Freizeit realitätsnahe Tuschebilder. Zu seinen liebsten Motiven gehört Babenhausen.

Babenhausen ‐ Die meisten Menschen sammeln Urlaubserinnerungen in Form von Fotos. Wenn Familie Pfau aus Babenhausen sich an ihre Reisen zurückerinnern möchte, hat sie eine besondere Alternative: die Tusche-Zeichnungen von Vater Helmut Pfau. Von Veronika Szeherova

Seit 15 Jahren geht der Informatiker dieser Leidenschaft nach und hat in dieser Zeit schon mehr als 100 wunderschöne, detailgetreue Schwarzweiß-Bilder geschaffen.

„Es begann mit unserem Umzug nach Babenhausen“, erinnert sich der 50-Jährige. „Hier gibt es fast überall, wohin man schaut, richtig gute Motive.“ Ausgestattet mit der Fotokamera macht Pfau seitdem immer wieder Streifzüge durch die Stadt. Die Fotografien, die ihm gefallen, dienen dann als Vorlage für seine Zeichnungen. In der Standardgröße DIN A 4 druckt er die Fotos aus und zeichnet sie aufs Genaueste ab – erst mit dem Bleistift, dann mit dem Tuschestift. Eine Arbeit, die pro Bild acht bis 16 Stunden beansprucht. Beigebracht hat er sich das Zeichnen selbst: „Außer den Kunststunden in der Schule habe ich es nie irgendwo gelernt. Für Kurse hätte ich auch gar keine Zeit.“

An der Wohnzimmerwand hängen die schönsten Impressionen aus Babenhausen – darunter ein Blick auf die Bummelgass, den Hexenturm, die Stadtmühle und Gersprenz oder das Hanauer Tor. Den Ehrenplatz am Kamin bekommt immer das jeweils aktuelle Werk. Sobald Pfau ein neues gezeichnet hat, wird es ausgetauscht. „Am liebsten hätte ich noch viel mehr Wände, um alle Bilder aufhängen zu können“, sagt seine Frau Gabi. Sie findet es schade, dass der Großteil der Zeichnungen aus Platzgründen im Ordner verschwinden muss.

Das Hobby ihres Gatten bewundert sie: „Er malt und malt, dabei hat er eine unglaubliche Seelenruhe. Das könnte ich niemals – beneidenswert.“ Einen Einblick in die Schaffensvielfalt von Helmut Pfau bekommt man auf seiner Internetseite.

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Quelle: op-online.de

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