39. Reitturnier des Reit- und Fahrvereins

S-Springer locken am Werktag

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Maximilian Wirzberger-Jach vom gastgebenden RuF Babenhausen ersprang sich beim härtesten Wettbewerb, dem S-Springen des Turniers auf Montelino 24 den neunten Platz. Mit Coldplay 25 (nicht im Foto) holte er den siebten Rang.

Babenhausen - Mit einem grandiosen Springen ist am Montagabend das 39. Reitturnier des Reit- und Fahrvereins Babenhausen zu Ende gegangen. Vier Tage kamen Freunde des Pferdesports auf ihre Kosten. Obwohl der Montag ein Werktag war, war er wieder der Publikumsstärkste.

Auch wenn am Montagabend viele schwarze Wolken am Himmel über der Anlage des Reit- und Fahrvereins Babenhausen (RuF) zu sehen waren, tat dies dem Besucher-Andrang keinen Abbruch. Rund um den Springplatz verfolgten zahlreiche Zuschauer das Springen der Klasse S. Bereits am Sonntagabend gab es einen Wettbewerb dieser Spitzenklasse. Damit beschritt der RuF neue Wege, indem er für beide Wettbewerbe der Klasse S insgesamt 131 Nennungen entgegennehmen konnte.

Auch sonst war das viertägige Turnier bestens besucht, schon von weiten erblickten Gäste die zahlreichen Autos der Besucher und auch die vielen, teils großen Pferdetransporter. Dank der vorzüglichen Organisation des Vereins waren aber nicht nur genügend Parkplätze vorhanden, sondern liefen auch die Wettbewerbe in der Regel reibungslos über die Bühne. Es starteten nicht nur die Spitzenreiter, sondern auch der Nachwuchs erhielt seine Chance, sowohl beim Springen als auch in der Dressur. So starteten die Kinder von Freitag bis Sonntag bei dem einfachen Reiterwettbewerb oder der Führzügelklasse. „Hier sehen Sie den Nachwuchs, der dann in zehn Jahren bei den Spitzen-Wettbewerben mitreitet“, sagt RuF-Vorsitzender Ingo Dries und deutet auf die Mädchen, die sich in den Anfängen der Dressur messen.

Bei den meisten Wettbewerben waren die Reiterinnen weit in der Überzahl. Eine Zuschauerin wunderte sich, dass im L-Springen fast nur Frauen antraten. Das Bild änderte sich dann allerdings grundlegend bei den beiden S-Springen, hier waren die Reiter eindeutig stärker vertreten. Ann Kristin Labudda von der Jugendabteilung des RuF wunderte sich auch, „in den Nachwuchsklassen gehen fast nur Mädchen oder Frauen an den Start, bei den höheren Wettbewerben tauchen dann die Männer wie aus dem Nichts auf.“ Die junge Reiterin konnte sich das Phänomen nicht erklären.

De facto standen beim S-Springen am Montag auf den ersten sieben Plätzen Männer, Annika Kühn vom RFV Obernburg war auf Platz acht die erste Frau. Am Sonntag hatten sich die Damen besser geschlagen, hier belegte Hannah Heinle vom RFV Hünfeld den ersten Platz. Der beste Reiter aus der näheren Umgebung war am Sonntag Maximilian Kraus, der sowohl am Sonntag als auch am Montag für den RFV Groß-Zimmern startete. Am Sonntag kam er mit Qunoh auf Platz zwei, am Montag reichte es mit Caramello 17 für Platz 13 und mit Marty MacFly 2 für Platz 15. Noch besser schnitt ein Reiter des RuF Babenhausen ab, Maximilian Wirzberger-Jach kam mit Coldplay 25 auf Platz sieben und mit Montelino 24 auf Platz neun. Gut schlug sich auch Christian Zahn auf Nelda 3 vom RFV Schaafheim. Er ersprang sich Platz fünf am Montagabend. Die Reiter traten am Montag teils mehrfach an. Wer in der ersten Runde die Hürden fehlerfrei übersprang, musste sich dann noch einmal in einem Stechen mit seinen Konkurrenten messen.

Raus aus den Boxen: Pferde brauchen Licht, Luft und Bewegung

Insgesamt war der Montag der publikumsstärkste Tag des gesamten Turniers. Vorsitzende Dries freute sich, dass auch dieser ganz normale Werktag so gut angenommen wird. Die meisten Zuschauer kamen zum S-Springen, das einfach ein Publikumsmagnet ist. Auch Labudda und ihre Reiterkollegin Sharin Nentwich, ebenfalls in der Jugendabteilung des Vereins, wollten sich das Event nicht entgehen lassen. Mit fachkundigen Kommentaren begleiteten sie die Reiter. So erinnerten sie sich noch vom vergangenen Jahr, dass Frank Plock, der erste Reiter, der am Montag keine Stange bei einer Hürde gerissen hatte, schon im Vorjahr siegte. Letztendlich stand Plock vom RFV Borken mit dem Pferd Gretel vd Bokke auch in diesem Jahr wieder ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Auch Nentwich war beim Turnier in einer der Nachwuchsklassen angetreten. Sie zeigte sich mit ihrem Ergebnis zufrieden, reitet sie doch erst seit einem Jahr im Babenhäuser Verein.

Auch der Nachwuchs stellt sich schon der Konkurrenz, hier beim Wettbewerb Schritt –Trab –Galopp.

Helmut Richter aus Harreshausen ist nur als Zuschauer gekommen. Die Enkelin ist zwar auch Mitglied im Verein allerdings in der Voltigier-Abteilung, die bei diesem Wettbewerb nicht antrat. Er freute sich nicht nur über die prachtvollen Pferde und Sprünge, sondern auch auf ein anderes Event, das nicht nur ihn lockte. „Das Spanferkelessen ist gerade frei gegeben worden“, lachte er. Ulrike Riemer aus Egelsbach reitet hingegen selber, sie war beim A-Springen angetreten. „Heute sind wir noch einmal für diesen Wettbewerb gekommen, aber mein Mann wollte unbedingt auch einmal das Spanferkel probieren“, sagte sie. Bernd und Erika Buchinger aus Babenhausen lockte auch der kulinarische Genuss. Allerdings hat auch die Tochter beim Turnier mitgemacht. „Die Organisation war wieder hervorragend, das ist einfach eine tolle Veranstaltung und hier kommt man auch her, um zu sehen und gesehen zu werden.

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Quelle: op-online.de

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