Rettungsmedaille für mutige Tat

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Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer (Zweiter von rechts) überreichte Stefan Höreth die Bayrische Rettungsmedaille. Die Auszeichnung freute auch Ehefrau Alexandra, Töchterchen Samira sowie Bürgermeisterin Gabi Coutandin.

Babenhausen (st) ‐ Hohe Auszeichnung für einen Lebensretter: Stefan Höreth aus Babenhausen nahm aus den Händen des unterfränkischen Regierungspräsidenten Dr. Paul Beinhofer die Rettungsmedaille des Freistaates Bayern für eine mutige Tat entgegen, die er unter Lebensgefahr auf sich nahm.

Der 44-Jährige, der beruflich Abschleppdienste fährt, entdeckte am 29. Februar 2008 in der Nähe von Heigenbrücken (Landkreis Aschaffenburg) ein Fahrzeug, das gegen einen Baum geprallt war. Aus dem Motorraum drang Qualm. Gemeinsam mit drei weiteren hinzu gekommenen Personen machte er sich daran, den bewusstlosen Fahrer aus dem Auto zu bergen. Während er mit zwei Männern versuchte, den Kabelbrand im Motorraum einzudämmen, begann die vierte Person den Sicherheitsgurt des Bewusstlosen zu lösen und die eingeklemmten Füße des Mannes zu befreien. Anschließend gelang es ihnen, den Verunglückten aus dem Fahrzeug zu ziehen und in Sicherheit zu bringen. Kurz darauf fing das Auto Feuer.

Selbstloses und beherztes Eingreifen

„Die Bayerische Rettungsmedaille soll ein ganz besonderes Zeichen der Anerkennung sein. Durch Ihr selbstloses und beherztes Eingreifen sind Sie zu einem Vorbild für Ihre Mitmenschen geworden. Dafür möchte ich Ihnen ausdrücklich danken und Ihnen die Bayerische Rettungsmedaille aushändigen“, so Regierungspräsident Beinhofer.

Auch die Babenhäuser Bürgermeisterin Gabi Coutandin war der Einladung nach Würzburg gefolgt und sprach ihren Dank aus: „Ich bin stolz darauf, dass ein Babenhäuser diese hohe Auszeichnung erhält. Sie haben nicht nur hingeschaut, sondern Sie haben Verantwortung übernommen, und Sie haben gehandelt. Ihr umsichtiges und mutiges Verhalten hat ein Menschenleben gerettet.“ Das schwer verletzte Unfallopfer lag mehrere Wochen im Krankenhaus.

Bereits im Oktober 2009 erhielt Stefan Höreth die Auszeichnung „Kavalier der Straße“ - eine Initiative mehrere bayrischer Tageszeitungen.

Quelle: op-online.de

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