Schulabschluss

„Richtigen Einstieg nicht verpassen“

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74 Schüler des Gymnasialzweigs an der Offenen Schule erhalten ihre Zeugnisse. Ihre Zeugnisse bekamen jetzt die 74 Schüler des gymnasialen Zweiges der Offenen Schule Babenhausen überreicht. Die meisten besuchen nun eine Oberstufe.

Babenhausen - Elegante Mode und strahlende Gesichter - so werden die meisten Schüler und Eltern die Zeugnisübergabe im gymnasialen Zweig der Joachim-Schumann-Schule in Erinnerung behalten. Von Michael Just 

Im Foyer der Offenen Schule verwandelten vor allem die Mädchen die Entlassungsfeier mit ihren Kleidern in einen Catwalk. Dem standen die Jungs aber kaum nach: In Anzügen, Krawatten und manchmal einem äußerst akkuraten Seitenscheitel ließen viele keinen Zweifel daran, dass hier künftige Akademiker stehen.

Während vor wenigen Tagen an der kooperativen Gesamtschule andere Abgänger „nie mehr Schule“ feierten, trifft das auf die 74 nun verabschiedeten Schüler nicht zu: „Sie wechseln fast alle auf die Oberstufe und werden dort ihr Abitur machen“, weiß die stellvertretende Schulleiterin Ursula Pullmann. Mit der 9/1, der 9/3 und der 9/7 bekamen die Klassen von Andreas Murmann, Gerlinde Schmidt und Virginie Becker ihre Übergangszeugnisse, was nach fünf gemeinsamen Jahren Lehrern wie Schülern nicht leicht fiel.

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Für den großen Tag hatten die Klassen kleine Filme gedreht, die zwischen lustig und nachdenklich rangierten. Die 9/7 bot eine bissig-heitere Persiflage über ihre Lehrer und den Schulalltag. Ganz anders die 9/3: Mittels eines Dramas wendete sich ihr Video gegen Vorurteile und sprach sich für mehr Toleranz aus. In ihrer Rede warf Jahrgangssprecherin Laura Becker einen Blick zurück auf Schulzeit an der OSB und hob Erinnerungswürdiges wie Klassenfahrten, das Tischtennis in den Pausen, interessante Wahlpflichtfächer, aber auch den Leistungsdruck und den Endspurt der letzten Monaten hervor.

„Geschafft ist geschafft“, sagte Schulleiter Rainer Becker in Bezug auf jene Zeugnisse, die vielleicht nicht nach Wunsch ausfielen. Laut dem Schulleiter haben die Jugendlichen künftig die Möglichkeit, ihren Traum zu leben. Dafür bräuchte es neben dem passenden Umgebungspotenzial auch Basiskompetenz. Anhand einer Zugfahrt machte Becker klar, dass diese darin besteht, bei den vielen An- und Abfahrten des Leben den richtigen Ein- und Ausstieg zu wählen beziehungsweise nicht zu verpassen. Dazu lobte er den Abschlussgottesdienst der Schüler, der Begriffe wie Gerechtigkeit, Umweltschutz oder ein friedliches Miteinander beinhaltete. Dieser Wertebezug sei für ein gutes Leben nicht minder wichtig.

Die Abschlussfeier in Bildern

Abschlussfeier der Joachim-Schumann- & Eduard-Flanagan-Schule

Die Zeugnisse wurden von den jeweiligen Klassenlehrern sowie Stufenleiterin Barbara Meuer überreicht. Den besten Notenschnitt erzielten mit jeweils 1,7 Annika Heim und Ole Maaß. Ein besonderer Dank ging an Melina Schirling, Lydia Kohlert sowie Joshua Jambor, die sich als Schulsanitäter engagierten. Mit den Schülern feierte auch Lehrerin Gerlinde Schmidt ihren Abschied: Nach fast 40 Jahren im Schuldienst wartet auf sie der Ruhestand. Für die meisten Jugendlichen geht der Schulalltag nach den Ferien an der Oberstufe weiter. „Wir werden die OSB in guter Erinnerung behalten“, sagen Michelle Günther und Cecila Akman. Schließlich hätten sie die alte und die neue Schule erlebt.

Die beiden 15-Jährigen sind sich sicher, dass sie die modernen, computergesteuerten Lernelemente künftig wohl vermissen werden. Zurück zur Kreide wünschen sie sich nicht. Aber auch das dürften sie meistern, denn an Selbstbewusstsein fehlt es den meisten Abgängern nicht: Zur Zeugnisübergabe wurde das weltmeisterliche „Ein Hoch auf uns“ von Andreas Bourani eingespielt. Dazu gab es Bemerkung, dass die Stars nun gehen, die Fans aber bleiben.

Quelle: op-online.de

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