Drei Handball-Teams steigen auf

Den Schwung von drei Meisterschaften mitnehmen

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Die Jubelschreie sind laut: Gleich mit drei Mannschaften holte die SG Rot-Weiß Babenhausen Meistertitel. Für die Freude sorgte die zweite Herren-Mannschaft und das erste Frauen-Team. Die erste Herren-Mannschaft machte dann den Triple-Sieg komplett.

Babenhausen - Ganze drei Meisterschaften haben die Handball-Teams der SG Rot-Weiss Babenhausen in der abgelaufenen Saison gefeiert. Eine bemerkenswerte Leistung und ein großer Erfolg für den Verein, von dem in naher Zukunft auch die Nachwuchsarbeit profitieren soll. Von Lars Herd

Nachdem zuvor bereits die zweite Herren-Mannschaft und die erste Frauen-Mannschaft – im ersten Jahr nachdem wieder ein Team gemeldet wurde – jeweils in der Bezirksliga A den Titel sicher hatten, machte die erste Mannschaft das „Meister-Triple“ perfekt. Bemerkenswert vor allem die Spiele der zweiten Mannschaft, die in der gesamten Saison ohne Punktverlust geblieben war. Nicht minder souverän war die Spielzeit der Frauen, die lediglich einmal Punkte abgeben mussten. Aushängeschild des Vereins ist aber – wie bei den meisten Vereinen – die erste Herren-Mannschaft. Und dieser gelang, trotz dem Abzug von zwei Zählern wegen fehlender Schiedsrichter im Vorjahr, die Meisterschaft in der Landesliga Süd und der damit verbundene Aufstieg in die Oberliga.

Nun hoffen die Verantwortlichen darauf, den Schwung von drei Meisterschaften mitnehmen zu können, um die Jugendförderung weiter zu stärken. „Die Nachwuchsarbeit hat der Verein sich auf die Fahne geschrieben, da sind alle mit viel Herzblut dabei“, stellt Pressekoordinator Rolf Kreisel klar, dass der Nachwuchs schon seit Jahren einen hohen Stellenwert im Verein genießt. Unter anderem veranstaltet der Verein regelmäßig Handball-Camps. Auch mit den örtlichen Schulen bestehen Kooperationen, die Joachim-Schumann-Schule bietet etwa eine Handball AG an. „Natürlich hoffen wir auch, dadurch ein paar neue Spieler zu gewinnen“, erklärt Mitch Maloul, der bis vor kurzem Jugendleiter der Löwen war, dem Verein aber weiterhin erhalten bleibt.

Als Spielertrainer betreut er gemeinsam mit Timo Braun die zweite Herrenmannschaft, außerdem trainiert der 28-Jährige die männliche A-Jugend, die weibliche B-Jugend sowie die „Ballschule“, in der Kindergartenkinder ein erstes Ballgefühl entwickeln sollen. Sowohl die A-Junioren als auch die B-Junioren spielen bereits in der Bezirksoberliga. Ziel ist es natürlich, sie bestmöglich auf die aktiven Teams vorzubereiten. „Uns ist es wichtig, dass sie auch als Jugendspieler schon erste Erfahrungen sammeln können“, meint Maloul. Nun soll die Nachwuchsarbeit noch weiter gepusht werden. Einen kurzfristigen Effekt erwartet er aber nicht. „Ich denke, in der Vorbereitung wird dann mal der ein oder andere neue Spieler vorbeischauen. Wichtig ist auch, dass die Eltern dahinter stehen – und das tun sie bei uns.“

Bilder zum Löwen-Aufstieg in die Oberliga

Gezielt haben die Babenhäuser noch keine Spieler angesprochen, um sie mit der erfolgreichen Saison zu locken. Wenn bei einem jungen Mann oder einer jungen Frau das Potenzial erkannt wird, scheuen sie sich jedoch nicht. „Natürlich schauen wir uns da auch um.“ Die drei Meisterschaften helfen bei der Förderung der Nachwuchsarbeit natürlich, erledigen aber nicht die ganze Arbeit. „Damit haben wir schon viel getan, genau wie in der Jugendarbeit. Nun müssen wir versuchen, noch viel mehr zu machen, um den Schwung mitzunehmen“, erklärt Maloul.

Dabei hofft er auch darauf, dass Kinder und Jugendliche aus den umliegenden Orten hellhörig werden und sich der SG Rot-Weiss womöglich anschließen. Ein weiterer Pluspunkt für die Nachwuchsförderung ist, dass mit Braun (Frauen, Männer II), Maloul (Männer II) und Oliver Schulz (Männer I) auch die Trainer aktiver Teams bereits viel auf junge Spieler setzen und sich untereinander austauschen. „Das ist sehr gut. So sehen potenzielle Zugänge auch, dass sie hier eine Chance haben.“ Egal bei welchem Team des Triple-Meisters.

Quelle: op-online.de

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