Happy End vorm Schnitzaltar 

„Rote Sessel“-Benefizaktion: 18. 274 Euro kamen für die Bärenherz-Stiftung zusammen

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Über 100 weitere „Rote Sessel“-Bilder machten Reinhold Blaha (Foto) und Sabine Frank in der Stadtkirche.

Babenhausen: Die Bärenherz-Stiftung unterstützt schwerstkranke Kinder und deren Familien insbesondere mit Kinderhospizen.

Babenhausen – Stehende Ovationen und Tränen der Rührung am späten Donnerstagabend – auch nach ein paar Stunden Schlaf kann Reinhold Blaha immer noch nicht wirklich fassen, welches Bad an Emotionen er durchlebt hat.

Die von dem Babenhäuser Fotografen, seiner Kollegin Sabine Frank und dem Ehepaar Carmen und Jürgen Förster initiierte „Rote Sessel“-Benefizaktion für die Wiesbadener Bärenherz-Stiftung, die schwerstkranke Kinder und deren Familien insbesondere mit Kinderhospizen unterstützt, ist in der Stadtkirche vor großem, Anerkennung zollendem Publikum zu Ende gegangen.

Wochenlang war das Quartett durch Babenhausen und das Umland getourt, um Spenden zu sammeln. Am Ende steht eine stolze Spendensumme: 18 274,72 Euro.

Das Maskottchen der Bärenherz-Stiftung war bei allen Terminen mit dabei.

„Wenn wir tausend Euro zusammen bekommen, wäre das toll“, hatte Blaha Mitte August gedacht als er das Projekt zusammen mit seinen drei Freunden anschob. Selten dürfte eine Fehleinschätzung so freudig akzeptiert worden sein. Aber das Quartett hat auch einiges dafür getan – und hat dies akribisch notiert.

Babenhausen: Schlange in der Stadtkirche

Die Tour der vergangenen Wochen war zugleich Werbung für den Abschluss bei der Nacht der Lichter am Donnerstagabend. Und es hatte sich rumgesprochen. In der Stadtkirche standen die Leute Schlange, um sich gegen eine Spende von zehn Euro auf dem vor dem altehrwürdigen Schnitzaltar positionierten Roten Sessel fotografieren zu lassen. Über 100 weitere Bilder entstanden an dem Abend und es kamen auf diese Weise noch einmal zirka 1 600 Euro zusammen. Schon damit war die 15 000-Euro-Marke überschritten. Als krönender Abschluss kam noch die Zusage eines Frankfurter Unternehmens, 3 000 Euro beizusteuern. Die Langstädterin Julia Lange unterhielt mit Gitarrenmusik.

„Das ist einfach nur verrückt“, heißt es vom „Rote Sessel“-Team, das sich bei der Spendenübergabe in der Stadtkirche begeistert von dem Zuspruch aus der Bürgerschaft zeigte. „Ihr seid ein Teil des Ganzen und habt das Projekt so erfolgreich gemacht.“

VON NORMAN KÖRTGE

Bilder im Internet

derrotesessel.de

Quelle: op-online.de

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