Neuausschreibung des Schwimmbadbetriebs

Runder Tisch fürs Freibad

Babenhausen - Der Betrieb des Schwimmbades soll neu ausgeschrieben werden. Die Vorlage dafür wird an einem Runden Tisch erarbeitet. Von Norman Körtge 

„Nicht wieder den alten Stiefel machen. Man muss neu denken.“ So formulierte Stadtverordneter Frank Bornschlegell (FWB) am Donnerstagabend im Hauptausschuss seine Intention. Es ging um die Neuausschreibung der Betreiberdienstleistung und damit verbunden ein neues Konzept für das Schwimmbad. Hintergrund ist der Stadtverordnetenbeschluss aus dem vergangenen Jahr, dass der städtische Zuschuss für die Freizeiteinrichtung – zuletzt 650.000 Euro – um 150.000 Euro gesenkt werden soll. Bürgermeister Joachim Knoke machte deutlich, dass, wenn man im bisherigen Umfang ausschreiben würde, es deutlich teuerer werden würde als jetzt mit dem Bäderservice Kahl.

Deshalb müssen neue Ideen her, um die Zukunft des Schwimmbades zu sichern, wie CDU-Fraktionsvorsitzender Andreas Sawallich sagte. Im Hauptausschuss fiel als Beispiel, dass der Betreiber die Eintrittsgelder behalten dürfe. Dann wäre dieser auch daran interessiert, das Freibad so attraktiv wie nur möglich zu machen, um mehr Besucher anzulocken. Ideen sammeln und diskutieren sollen alle Beteiligten nun an einem noch zu etablierenden Runden Tisch. Der soll, so wurde es im Ausschuss von SPD-Abgeordneter Martina Seuß vorgeschlagen, eine Beschlussvorlage für eine Ausschreibung erarbeiten, über die dann letztendlich die Stadtverordnetenversammlung entscheidet.

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Der Ansatz mit dem Runden Tisch war dann auch die Neuigkeit an diesem Abend, die über die beiden bereits vorliegenden Anträge – Magistrat und CDU/FWB – (wir berichteten) hinausging. Allerdings einigten sich die Stadtverordneten und Bürgermeister Joachim Knoke darauf, wie von FWB-Fraktionsvorsitzendem Wolfgang Heil ins Spiel gebracht, beide Anträge zusammen zu fassen. So steht in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 31. August, um 19.30 Uhr folgendes zur Abstimmung: dem Bäderservice Kahl wird nicht gekündigt; das Schwimmbad soll 2018 wie in diesem Jahr betrieben und ein Runder Tisch eingerichtet werden; der Magistrat wird beauftragt, die Betreiberdienstleistung neu auszuschreiben und bis spätestens Mai 2018 dem Parlament die Ergebnisse vorzulegen. Außerdem soll der Magistrat die Stadtverordneten noch in diesem Jahr über die Möglichkeiten und die Kosten für einen Betrieb unter städtischer Regie informieren. Ebenso über mögliche Einsparungen nach einer Neuausschreibung.

Genug Gesprächsstoff für den heute ab 19.30 Uhr stattfindenden Q-Bar-Abend des Freibad-Fördervereins im Schwimmbad mit Cuba Libre, lateinamerikanischer Musik und Lomitos (argentinisches Rinderfilet). Der Eintritt ist frei.

Quelle: op-online.de

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