Mit Salz und Schild für die Stadt im Einsatz

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Fit für den Winterdienst ist der stellvertretende Bauhof-Leiter Helmut Geißler des Eigenbetriebs der Stadt Babenhausen Kommunale Dienstleistung und sein Team. „Ich kann mich auf meine Mannschaft verlassen.“

Babenhausen ‐ Wo anderen Ortes Kommunen um Streusalz bangen, das rutschigen Fahrbahnen und vereisten Gehwegen Einhalt gewähren soll, ist die Stadt Babenhausen mit ihrem kommunalen Eigenbetrieb gut aufgestellt.  Von Christina Schäfer

Bestens gerüstet sind die Bauhofmitarbeiter im November in ihren Winterdienst gestartet. Auch das Winterchaos, das für das kommende Wochenende angesagt ist, sollte so für die engagierten Mitarbeiter kein Problem darstellen. „Nächste Woche bekommen wir nochmal eine Lieferung von sechs Paletten mit Streusalz, aber wir haben auch noch einiges auf Lager“, blickt der stellvertretende Bauhof-Leiter Helmut Geißler optimistisch auf die kommenden Wochen. Allerdings: Weitere Streusalzlieferungen sind vor Mitte Februar nach Aussage des Lieferanten gegenüber des Babenhäuser Bauhofs ausgeschlossen. Etwa 25 Tonnen an Streusalz sind mittlerweile auf den Straßen in Kernstadt und Stadtteilen verteilt. Etwa 50 Tonnen liegen auf dem Bauhof für die komplette Saison bereit. „Das ist relativ viel, obwohl wir hier ja keine Steigungen haben“, sagt Geißler.

Kontrollgänge um halb fünf in der Früh

Mit dem Unimog oder den Kleinschleppern rückt das Team an.

Der Bereitschaftsplan für die gesamte Winterzeit – vom 15. November bis 15. März – steht: In zwei Gruppen sind die Mitarbeiter des Bauhofs unterteilt, jeweils zehn Männer und Frauen halten sich für den Einsatz bei Schnee und Eis bereit.
Für den jeweiligen Schichtdienstleiter ist spätestens um halb fünf die Nacht in der Winterzeit beendet, dann ist der Kontrollgang auf den städtischen Straßen angesagt. Am kommenden Wochenende hat Helmut Geißler Dienst. Je nach Wetterlage ruft er dann seine Kollegen zum Einsatz hinzu oder legt sich eben noch mal ins Bett wenn frostige Temperaturen und Schnee Babenhausen fern geblieben sind.

Splitt kann sich im Kabelnetz festsetzen

Wenn aber doch der Winter wieder einmal Einzug in der Stadt an der Gersprenz gehalten hat, heißt es Schnee schaufeln und Salz streuen. Splitt verwenden die Bauhofmitarbeiter nicht so gern, um Straßen und Gehwege sicher zu machen. Die kleinen Steinchen haben nämlich auch einige gravierende Nachteile: Sie können sich im Kanalnetz absetzen und müssen zudem von den Straßen wieder zusammengekehrt und als Sondermüll entsorgt werden. Aber nur bei Temperaturen von bis zu fünf Grad minus zeigt das Streusalz seine Wirkung. „ Am Mittwoch mussten wir allerdings bei acht Grad minus Splitt auf einigen Kreuzungen streuen“, so Geißler.

In den Garagen des Bauhofs stehen ein Unimog mit großem Streuer und Schneeschild sowie drei Kleinschlepper mit Kehrwalzen – ab einer Schneehöhe von fünf bis sechs Zentimetern wird das Schneeschild montiert –  für den Einsatz bereit. Das große Fahrzeug macht die Hauptverkehrsstraßen in der Kernstadt und den Stadtteilen sicher, der Schnee wird mit Hilfe des Schneeschilds an den Straßenrand geschoben. Am Ende des Fahrzeugs ist der Trichter mit dem Streusalz montiert, über den sogenannten Streuteller verteilt sich das Salz – zehn bis 20 Gramm pro Quadratmeter – auf dem Boden. Die Kleinschlepper machen die Geh- und Radwege frei von Schneemassen. Auch in zwei „Handgruppen“, bewaffnet mit Besen, Schneeschaufel und Streusalz, sind die Bauhofmitarbeiter unterwegs, um unter anderem Fußgängerüberwege, Bushaltestellen und Brücken trittsicher zu machen.

Drei Stunden Arbeit für eine Route

Auf den Checklisten sind Straße und Uhrzeit des Kontrollgangs vermerkt.

Etwa drei Stunden sind die fleißigen Arbeiter in der Kälte unterwegs, um ihre Routen einmal abzuarbeiten. Auf ihren Checklisten, dort sind die jeweiligen Straßen vermerkt, tragen sie die Uhrzeiten ein, zu denen sie vor Ort waren. Auch Kreisel, Parkplätze und Gehwege bei Ampelanlagen lassen die Arbeitskräfte nicht aus. Doch wenn die Maschinen und Mitarbeiter wieder auf dem Bauhof ankommen, ist die Arbeit noch nicht vollbracht. Die Gerätschaften müssen direkt nach dem Einsatz vom Salz entleert und gereinigt werden. „Das Salz ist aggressiv, sonst würden die Fahrzeuge rosten.“ Doch die Vehikel mit Vier-Rad-Antrieb sollen noch eine ganze Weile halten. Wenn ein Fahrzeug ausfiele, bedeute das zusätzliche Arbeit, so Geißler. Repariert werden die Maschinen direkt auf dem Gelände des Bauhofs.

Am Wochenende Höhepunkt der Wintersaison?

15 Einsätze haben die Bauhofmitarbeiter in dieser Wintersaison schon zu verbuchen, und wenn das Wetter am Wochenende so winterlich wird, wie angekündigt, erwartet die Arbeiter ein bisherigen Höhepunkt der Saison. Über die Wetterlage informieren sich die Bauhofmitarbeiter im Internet, aber auch die Drei-Tages-Anzeige auf dem Fensterbrett im Büro am Langenbrücker Weg zeigt, wie sich die Temperaturen entwickeln. Helmut Geißler schaut stets mit wachsamen Auge auf die Anzeige.

Quelle: op-online.de

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