Bürgermeisterin fordert zweispurigen Verkehrsfluss während der Bauzeit an der Brücke über die Bouxwiller Straße

„Sanierung darf Altstadt nicht belasten“

Babenhausen - (st) Auf energischen Widerspruch von Bürgermeisterin Gabi Coutandin stößt die Absicht des Straßenverkehrsamtes (ASV), während der Brückensanierung an der Bouxwiller Straße eine Baustellenampel einzurichten und nur einen einspurigen Verkehr zuzulassen.

Der Lkw-Verkehr müsse auf jeden Falle weiter die Bouxwiller Straße benutzen können, dem Autoverkehr solle die Möglichkeit der Innenstadtdurchfahrung gegeben werden, so das ASV.

Die Brückensanierung ist - wie berichtet - aufgrund ihres baulichen Zustandes sowie aufgrund der PCB-Belastung notwendig. Mit dem Beginn der Brückensanierung ist im Juli zu rechnen; die Maßnahme soll im Dezember abgeschlossen werden.

In einer Stellungnahme weist Gabi Coutandin auf die bereits jetzt bestehenden Rückstaus auf die B 26 während der Hauptverkehrszeiten hin. Eine Baustellenampel auf der Bouxwiller Straße würde „den Durchfluss des Verkehrs stark verringern und damit den Rückstau derart verlängern, dass die Funktion der B 26 als überörtliche Verkehrsverbindung erheblich beeinträchtigt wird; dadurch leidet auch die Erreichbarkeit der Kernstadt aus dieser Richtung erheblich. Stichwort: Nadelöhr Bahnunterführung.“ Die städtische Forderung nach Umleitung des Transit-LKW-Verkehrs sei beim ASV auf taube Ohren gestoßen. Coutandin erwartet auch für den Schulbetrieb eine nachhaltige Störung, da die Schulbusse nicht mehr pünktlich zum Unterrichtsbeginn ankommen könnten.

Zudem sei insbesondere den Altstadtbewohnern eine weitere Verkehrsbelastung nicht länger zumutbar, nachdem die Altstadtsanierung gerade abgeschlossen wurde. „Viele Monate Vollsperrungen auch der Innenstadtdurchfahrt, Verkehrsbelastung in den Altstadtgassen, die als Ausweichstraßen dienten, Lärm und Gesundheitsgefährdung waren dabei eine Begleiterscheinung, die zähneknirschend in Kauf genommen werden mussten“, so Coutandin.

Auch in Hinblick auf Wirkung und Kosten der Altstadtsanierung sei eine Verkehrsführung über die innerstädtische Ringstraße kontraproduktiv: „Nachdem nunmehr endlich der Erfolg der langjährigen - sehr belastenden - Bauarbeiten sichtbar ist, soll nun nach Ansicht des ASV sechs Monate lang der Umleitungsverkehr über die frisch gepflasterte und zur Verkehrsberuhigung verengten Kurvenbereiche am südlichen und nördlichen Altstadtzugang sowie über einen verengten, teilweise gepflasterten und mit Bodenwellen versehenen Zwischenbereich rollen. Da sind wir wirklich entsetzt“, so die Bürgermeisterin an die Landesbehörde.

Sie schlägt die Sicherstellung eines „Zwei-Richtungsverkehrs“ durch entsprechende Baustelleneinrichtungen auf der Bouxwiller Straße vor. Coutandin erwartet, dass die Mehrkosten einer aufwändigeren Baustelleneinrichtung immer noch günstiger kommen als der Ausgleich für die Schäden, die ein starker Durchgangsverkehr verursache. Sie biete eine Zusammenarbeit an.

Quelle: op-online.de

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