Sanierung vor dem Jubiläum

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Der Singkreis der St. Josefsgemeinde (in Schwarz) gab zusammen mit dem Gastchor Charisma aus dem Westerwald ein Benefizkonzert. Der Erlös fließt in die Sanierung der Kirche.

Babenhausen ‐ Vom weltbekannten Song „Hallelujah“ von Leonard Cohen bis zum „Vater unser“ von Wilhelm Nagel: Moderne und klassische, christliche Lieder erklangen in der katholischen St. Josefskirche, die im kommenden Jahr ihr 40-jähriges Bestehen feiert. Von Petra Grimm

Zu einem stimmungsvollen Benefizkonzert hatten der Singkreis der Pfarrgemeinde unter der Leitung von Dieter Haag und der Gastchor Charisma aus dem Westerwald eingeladen.

Pfarrer Ferdinand Winter begrüßte zahlreiche Zuhörer, die die besinnliche Stunde mit Musik und Lesungen genossen. Der Eintritt war frei, aber es wurde um eine Spende für die anstehenden Renovierungsarbeiten in der Kirche gebeten. Der Kontakt zum Frauenchor Charisma, der seit 2006 besteht, war über Claudia Czernek, die Gemeindereferentin von St. Josef, zustande gekommen. Denn die Dirigentin Andrea Czernek ist ihre Schwägerin. Ihr Bruder Bernhard Czernek las zwischen den Liedern des abwechslungsreichen Programms kurze Geschichten vor.

In der Kirche sind größere Sanierungsmaßnahmen nötig und inzwischen schon eingeleitet, war von Pfarrer Winter zu erfahren. „Noch in diesem Monat geht es los mit der Erneuerung der Kirchenelektrik. Die Kabel oberhalb der Kirchendecke werden erneuert. Die gesamte Elektrik in unserer Kirche ist auf einen zeitgemäßen Sicherheitsstandard zu bringen. Das ist dringend notwendig. Es werden auch neue Lampen aufgehängt“, sagte er. Allerdings müsse der Dachboden der Kirche noch gesichert werden. „Er ist leider nur in gebückter Haltung, praktisch kriechend und unter Risiken begehbar, nur über schmale Planken. Deshalb müssen noch einige Querlaufstege montiert werden für die Arbeiten dort oben. Wir finanzieren diese Gesamtmaßnahme mit Mitteln aus dem Förderkreis, aus den Spenden, die speziell für die Kirchenelektrik gegeben wurden, mit dem Zuschuss aus Mainz und mit Mitteln aus der Kirchenkasse. Die Maßnahme umfasst etwa 23 000 Euro“, sagte Pfarrer Winter.

Auch die Sakristei ist ein Sanierungsfall. „Schwere Wasserschäden über lange Zeit, nicht nur durch die letzten anhaltenden Regenfälle, haben starken Schimmelbefall und Feuchtigkeitsschäden am Mauerwerk verursacht, die in nächster Zeit behoben werden. Die Arbeiten an Dachrinnen und Abflussrohren sind bereits ausgeführt. Der Verputzer kommt demnächst. Die Wand hinter einem der Sakristeischränke war total verschimmelt, nass und sporig. Der Sakristeischrank war bereits stark angegriffen und angefault von der Rückwand her, so dass er nicht mehr aufgebaut werden kann und ein neuer gebraucht wird“, erklärte der Pfarrer.

Im Zusammenhang mit der Sanierung soll auch die Pendeltür zur Sakristei ersetzt werden durch eine neue Tür, die schon direkt an den Eingang zur Sakristei kommt. „Dies geschieht aus Sicherheitsgründen, nämlich um den Zugang zur Beschallungstechnik und zur Elektrik zu verschließen, die zurzeit für jedermann leicht zugänglich sind. Dies sind auch Auflagen, die heute versicherungstechnisch bestehen“, sagte Winter.

Im Frühjahr will der Verwaltungsrat Ausbesserungsarbeiten an den Fenstern innenseitig vornehmen und neue Seilzüge anbringen, damit wieder besser gelüftet werden kann. „Es gibt also viel zu tun, nicht nur im Hinblick auf das bevorstehende 40-jährige Kirchenbestehen, sondern weil faktisch erheblicher Sanierungsbedarf besteht“, sagte der Pfarrer, der auf das Verständnis und die Unterstützung der Gemeinde hofft.

Quelle: op-online.de

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