Fast jährlich müssen Handwerker ran

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Immer wieder gibt es Sanierungsarbeiten in der Stadthalle: demnächst sind die Dichtungen im Wintergarten dran.

Babenhausen (st) - Für die Sanierung städtischer Gebäude muss die Verwaltung viel Geld in die Hand nehmen. Der Brandschutz fürs Rathaus der Kernstadt, für das Bürgerhaus in Hergershausen, die Friedel-Wiesinger-Halle in Sickenhofen und die Mehrzweckhalle in Harreshausen müssen mit Millionenaufwand nachgerüstet werden.

Auch für andere Liegenschaften wird Geld fällig. Während die Arbeiten für den Brandschutzdieses Jahr wohl nicht erledigt werden können, sind die anderen Maßnahmen 2012 fällig. Wie Bürgermeisterin Gabi Coutandin mitteilt, gibt es „große und anspruchsvolle, aber auch kleinere Sanierungsmaßnahmen“. Dazu gehört auch die Stadthalle: Anfang der 60er Jahre gebaut, grundlegend saniert in den 80ern, sind doch fast jährlich weitere kostenträchtige Ausbesserungsarbeiten zu erledigen. So musste im vergangenen Jahr für rund 140.000 Euro das undichte Dach über der Pächterwohnung erneuert werden.

Regen im Wintergarten

Auch jetzt war wieder eine kleine Teilsanierung für 20.000 Euro fällig. Rechtzeitig vor Beginn der Fastnachtsveranstaltungen schloss der Eigenbetrieb die neuesten Arbeiten ab: der Bodenbelag auf den Balkonen wurden ersetzt, die Steuerungstechnik der Lüftungsanlage erneuert. Die Modernisierung der Lüftungsanlage soll zum einen Einsparungen bei den Energiekosten bewirken. Zum anderen bietet die verbesserte Steuerungstechnik eine höhere Nutzungsfreundlichkeit: „Bei den unterschiedlichen Kultur- und Sportveranstaltungen können die Veranstalter endlich die Raumtemperatur bedarfsgerecht einstellen und ändern“, so Coutandin. Allerdings gibt es weiteres Ungemach: Es regnet in den Wintergarten des Restaurants rein. Die Dichtungen der Verglasungen halten das Wasser nicht mehr ab– auch sie sind in die Jahre gekommen. So wird die Stadthalle auch weiterhin ein Objekt mit Sanierungsbedarf sein.

Auch am Rathaus in Langstadt gibt es viel zu tun. In dem denkmalgeschützten Gebäude werden derzeit Abdichtungsarbeiten am Dach und Anstrich- und Putzarbeiten im Inneren erledigt. Macht es die Witterung mit, sollen die Arbeiten bis Ende März abgeschlossen sein.

Kita-Bau in entscheidender Phase

Derweil geht es beim Bau der Kita „Kunterbunt“ weiter. Der Neubau für 130 Kinder – untergebracht in vier Gruppen für die über Dreijährigen, drei Gruppen für die unter Dreijährigen – kommt jetzt in die entscheidende Phase. Fachbehörden, Eltern und Erzieherinnen, der ASB und der Magistrat haben zusammen mit Eigenbetrieb und Planungsbüro einen ersten Entwurf erarbeitet und gestern Abend in einer Sondersitzung vorgestellt.

Für die Schlaf-, Gruppen-, Intensiv-, Bewegungs- und Veranstaltungsräume, Flitzemeile, Kinderbistro, Toiletten, Küche und Technik gibt es eine Kostenberechnung von rund 5,2 Millionen Euro. Darin sind die bereits getätigten Grundstücksankäufe ebenso enthalten wie Abrisskosten und das Mobiliar sowie die Gestaltung der Außenanlagen, so Coutandin: „Der Neubau ersetzt einen stark sanierungsbedürftigen Kindergarten und ergänzt unseren Bedarf an Krippenplätzen. Der Neubau passt gut in das Bild der historischen Altstadt und schließt eine Lücke im Bereich um die Stadtmauer. Der Neubau soll nicht nur als Kindertagesstätte, sondern darüber hinaus auch als Familienzentrum in den Abendstunden genutzt werden.“

Quelle: op-online.de

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