Internationale Deutschen Meisterschaft und Supermoto-Pokal

Mit Schräglage in die Kurve

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Die 1 400 Meter lange Strecke besteht aus 70 Prozent Asphalt und 30 Prozent Gelände. 

Schaafheim - Freunde des Motorsports kommen am Wochenende, 29. und 30. Juli, in Schaafheim auf ihre Kosten.

Das Gelände des Motorsportclubs Wartturm (MSCW) – bekannt als ADAC-Odenwaldring –, direkt neben der Kartbahn „Fahr-Werk“ gelegen, ist Austragungsort für den vierten Lauf zur Internationalen Deutschen Meisterschaft und zum Deutschen Supermoto-Pokal.

Für die Internationale Deutsche Supermoto-Meisterschaft geht es am letzten Juli-Wochenende in die zweite Saisonhälfte. Auf dem Odenwaldring erwartet die Fahrer eine kompakte Kart-Strecke, die zusätzlich mit Teilen der benachbarten Motocross-Piste gespickt ist. Auf dem für Zuschauer optimal einsehbaren Kurs werden alle Klassen an den Start gehen.

Mit Vollgas in die Kurve: Solche Szenen werden die Zuschauer in Schaafheim am letzten Juli-Wochenende sehen. Auf den Rädern sitzen aber nicht nur Profis. Auch Amateurfahrer gehen in ihrer eigenen Klasse an den Start. 

Zur 25. Supermoto-Saison in Deutschland sind die Karten in allen Klassen neu gemischt. Denn durch die neue Garding-Liste sind viele Piloten in neue Leistungsklassen eingeteilt worden, um noch mehr Spannung zu bieten. Die Piloten starten in den Stufen International (S1), National (S2), Pokal (S3), Amateure (S4), Einsteiger (S5) und Ü40 (für Fahrer ab 40 Jahren) zu den Meisterschaften. Dazu kommen erstmalig Junioren- und Rookies-Cups für den Nachwuchs ab acht Jahren. Die Strecke mit einer Länge von 1 400 Metern wartet mit einer Mischung von 70:30 aus Asphalt und Gelände auf. Vor allem der rutschige Offroad-Teil, bei dem ein Teilstück der Motocross-Strecke befahren wird, wird den Fahrern einiges abverlangen, prophezeit Heinrich Höreth vom Motorsportclub. Außerdem werden drei Sprunghügel, eine 180-Grad-Kurve und ein Bergabsprung die Teilnehmer fordern. Die freien Trainings beginnen an beiden Tagen um 8.30 Uhr.

Top-Klasse ist die S1, in der es um den Titel des Internationalen Deutschen Meisters geht. Die besten Piloten aus Deutschland und starke Fahrer aus dem Ausland gehen hier an den Start. In der S2 geht es um den Titel des Deutschen Motor-Sportbund-Meisters. Hier sind auch junge Piloten aus dem benachbarten Ausland startberechtigt, die sich wie ihre deutschen Gegner zum Ziel gesetzt haben, den Sprung in die Top-Klasse zu schaffen. Im Pokal S3 starten nationale Fahrer, die bereits erste Erfahrungen gesammelt haben, und Amateurpiloten aus dem benachbarten Ausland.

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Die Amateur-Trophy S4 ist die Serie für Akteure, die gerade mit dem Sport begonnen haben oder nur gelegentlich auf Rennstrecken unterwegs sind. Während der Saison ist diese Klasse in eine Nord- und eine Südgruppe unterteilt, um die große Nachfrage nach Startplätzen zu bedienen und auch die Anfahrtskosten überschaubar zu halten. Erst im Finale am Harz-Ring treffen die Besten aus beiden Regionen im gemeinsamen Shoot-Out aufeinander.

Die S5 für die regionalen Hobby-Piloten erfreut sich großer Beliebtheit, auch wenn es hier nicht um Meisterschaftspunkte geht.

Beim Nachwuchs fahren die Rookies im Alter von acht bis zwölf Jahren auf 65 ccm Maschinen, die Junioren dürfen zwischen zehn und 16 alt sein und verwenden 85er Zweitakter oder 150 ccm Viertakter.

Im Fokus steht jedoch natürlich die Klasse S1 der stärksten Piloten aus Deutschland und den Nachbarländern. Markus Class (Husqvarna) ist aktuell dominierender Pilot in der Klasse. Der Champion von 2014 gewann bisher mit seinem Viertakter fünf von sechs Läufen. Seine derzeitige Spitzenrolle unterstrich Class beim Weltmeisterschafts-Auftakt in Spanien, den er in der Endabrechnung nach Punkten auf dem dritten Platz beendete. Andre Plogmann (Suzuki) geht mit der Startnummer eins als Titelverteidiger ins Rennen. Der dreifache Deutsche Meister und amtierende Europameister Petr Vorlicek (Tschechien/Suzuki) folgt dann mit bisher drei Podestplätzen als insgesamt Dritter. Doch auch die anderen Piloten werden im Rennen alles geben und eine starke Konkurrenz sein.

Die anderen Kategorien werden ebenfalls für Spannung aus dem Kurs sorgen. In der S2 führt der Niederländer Ruurd van Roozendaal (Honda) mit vier Siegen die Wertung an. Im Pokal S3 hat Kevin Labenski (KTM) trotz eines Ausfalls beim letzten Rennen noch zehn Punkte Vorsprung auf Kevin Dupont (Husqvarna), Tobi Wirtherle (Suzuki) und Thomas Schlett (Husqvarna), die insgesamt nur sechs Punkte voneinander getrennt sind. Bei den Ü40 dominiert der amtierende Meister Steffen Jung (Suzuki). (kl)

Infos unter www.mscw.de sowie www.supermotoidm.de

Quelle: op-online.de

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