Schaukasten soll Hinweise bringen

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Gestern stellte die Polizei einen Schaukasten auf.

Babenhausen - (st) Mit einem Schaukasten, der vor dem Haus in der Friedrich-Ebert-Straße 36 gestern von der Sonderkommission aufgestellt wurde, erhoffen sich die Fahnder vermehrte Hinweise zu erhalten, die zur Aufklärung des Gewaltverbrechens führen.

Das teilen Staatsanwaltschaft Darmstadt und Polizeipräsidium Südhessen in einer gemeinsamen Stellungnahme mit.

Wie berichtet waren die Eheleute Klaus und Petra Toll am 18. April erschossen in ihrem Haus gefunden worden. Die gemeinsame Tochter Astrid überlebte schwer verletzt. Es gibt noch keine Erkenntnisse, die ein Motiv erkennen lassen. Nach den bisherigen Auswertungen zum Gewaltverbrechen in der Friedrich-Ebert-Straße sind sich die Ermittlungsbehörden sicher, dass es sich bei der Tatwaffe um eine Walther P38 handelt. Bisher wurde die Pistole nicht gefunden.

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Am 23. April hatte die Sonderkommission mit Unterstützung der Bereitschaftspolizei nochmals das Gelände um den Tatort nach Spuren durchsucht, ohne etwas zu finden. Insofern ist es von besonderem Interesse, wem eine Walther P38 abhanden gekommen ist. Wer kennt Personen, die im Besitz einer solchen Waffe sind?

Wer Kenntnisse über mögliche Hintergründe der Tat geben kann, wird gebeten, diese weiterzugeben. Dies kann auch vertraulich geschehen, falls der Hinweisgeber anonym bleiben will: 06151/9694804.

Die Arbeit der Sonderkommission, die rund 30 Personen umfasst, läuft weiter auf Hochtouren. Die Beamten möchten neben der kontinuierlichen Medienberichterstattung, nachlesbare Informationen darstellen, um auch damit weitere Menschen zu erreichen, die zu dem privaten und beruflichen Umfeld, zu den Lebensgewohnheiten der Opfer Angaben machen können. Jeder, auch scheinbar unbedeutender Hinweis, kann helfen, das Gewaltverbrechen aufzuklären.

Bisher gibt es keine konkreten Erkenntnisse, die sich zu einer heißen Spur verdichten ließen. Die Staatsanwaltschaft hat für Hinweise, die zur Ermittlung und Ergreifung des Täters führen, eine Belohnung von 5 000 Euro ausgesetzt.

Quelle: op-online.de

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