Wie schmecken Früchte von der Obstwiese?

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Die Bemühungen zum Erhalt von Streuobstwiesen konzentrieren sich in Langstadt auf den Wingertsberg. 

Langstadt (st) ‐ Obstwiesen sind ein historisch gewachsener Bestandteil der heimischen Landschaft, der über lange Zeiträume hinweg einen guten Beitrag zum Auskommen der bäuerlichen Bevölkerung geleistet hat.

Sie sind meist charakterisiert durch eine Bewirtschaftung ohne Einsatz synthetischer Behandlungsmittel. Üblich ist die landwirtschaftliche Mehrfachnutzung: So dienen die Flächen sowohl der Obsterzeugung als auch der Grünlandnutzung, etwa als Mähwiese zur Heugewinnung oder Viehweide. Heute kommt das in den Läden angebotene Obst aus Intensivkulturen, während die Hochstamm-Obstbäume an wirtschaftlicher Bedeutung verloren.

Ohne wirtschaftlichen Nutzen verschwanden die für die Tier- und Pflanzenwelt wertvollen Streuobstbestände zusehends aus der Landschaft, und der Naturschutz hat große Anstrengungen unternommen, die verbliebenen Bestände als Lebensraum zu sichern.

Präsentation von Obstsorten

Mit einer Veranstaltung am Samstag, 11. September, will der Nabu Kindern und Interessierten zeigen, wie das Obst von Hochstamm-Obstbäumen verwertet wird. Die Teilnehmer treffen sich um 14.30 Uhr an der Insektenstele am Westrand des Wingertsberges (der Weg, der auf die Kuppe des Wingertsberges führt), um Äpfel für das Keltern zu lesen.

Im Anschluss werden die Äpfel wie früher in den Ort gebracht, wo sie dann am Schwanenwirtshaus (Hauptstraße 19) gekeltert werden. Die Kinder können dort erleben und ausprobieren, wie aus dem Obst ein leckerer Saft wird.

Die Präsentation von Obstsorten des Wingertsberges und Informationen zum Lebensraum Obstwiese runden den Nachmittag ab. Wer Obst von Langstädter Naturschutzgrundstücken bekommen möchte, kann an diesem Tag auch mit Susanne Diehl, der Koordinatorin für die Verwertung des Obstes, Vereinbarungen treffen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist frei und alle Interessierten sind eingeladen. Bei Regen fällt der Termin aus.

Quelle: op-online.de

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