Jugendforum organisiert Podiumsdiskussion

Schüler fühlen Kandidaten auf den Zahn

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Das Jugendforum Babenhausen organisiert die Podiumsdiskussion für jeden am 17. September. Oben von links: Lukas Ankenbrand, Lara Kresz und Joshua Brandt. Unten von links: Rino Rizzo, Laura Müller und Peter Quast.

Babenhausen - Das Jugendforum Babenhausen organisiert die Podiumsdiskussion zur Bürgermeister-Wahl am 17. September in der Offenen Schule. Von Jens Dörr 

Seit zwölf Jahren verleiht das Jugendforum den jungen Babenhäusern eine Stimme in Stadt und Rathaus. Zehn junge Frauen und Männer – im Rahmen einzelner Projekte auch mehr – setzen sich für ein lebenswertes Mittelzentrum ein und greifen neben Kontinuierlichem wie dem Austausch mit Bürgermeisterin Gabriele Coutandin und den Jugendpflegern Ina Hildwein und Michael Spiehl auch aktuelle Anlässe auf. Das ist in diesen Tagen besonders die Bürgermeister-Wahl am 28. September. Elf Tage vorher, am 17. September, fühlen Schüler von Bachgau- und Schumann-Schule den vier Kandidaten bei einer Podiumsdiskussion in der Offenen Schule auf den Zahn. Das Jugendforum organisiert die Veranstaltung, die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren. Das Wichtigste vorab: Die Zusage aller vier Kandidaten habe man bereits erhalten, sagt Rino Rizzo, der bereits seit der Gründung 2002 im Jugendforum mitarbeitet und damals im Grundschulalter einstieg. Beim Pressetermin berichtet er zusammen mit Lara Kresz, Laura Müller, Peter Quast, Lukas Ankenbrand und Joshua Brandt – alle zwischen 17 und 22 Jahre alt –, was für den Mittwoch kommender Woche geplant ist.

In der zweistündigen Veranstaltung, die um 14 Uhr beginnt und nicht nur für Schüler der Bachgau- und Schumann-Schule, sondern für alle Babenhäuser offen ist, erhalten Rüdiger Manowski (CDU), Achim Knoke (SPD), Heinz Schumacher (Bürger für Babenhausen) und Bernd Buchinger (parteilos) zunächst wenige Minuten lang die Möglichkeit, sich und ihre Ziele für die Stadt vorzustellen und ihre Motivation darzulegen, weshalb sie den Chefsessel im Rathaus anstreben. Anschließend stellen die Schüler fragen, die sie im Unterricht vorbereitet haben. Eine Diskussion mit offener Fragerunde soll sich anschließen. Mit der Podiumsdiskussion wolle man etwas gegen die „Ohnmachtsgedanken“ tun, die Jugendpfleger Spiehl bei manchem Jugendlichen beobachtet habe, wenn es um die große und kleine Politik gehe. „Der Grundansatz ist der, dass junge Leute wählen gehen müssen.“ In Hessen ist das bei Bürgermeister-Direktwahlen ab 18 Jahren möglich. Einige Oberstufenschüler dürfen am 28. September entsprechend ihr Kreuzchen machen – für viele ist es der erste Gang zur Wahl überhaupt. In Babenhausen gebe es 700 Wahlberechtigte im Alter von 18 bis 21 Jahren - immerhin rund sechs Prozent der Stimmen entfallen auf diese Gruppe.

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Ergo „lohne“ sich der gute Auftritt für das Kandidatenquartett am kommenden Mittwoch, obgleich man eher mit 100 Schülern aus den eingeladenen Klassen plus einigen weiteren Zuschauern rechne. Vor Beginn des Teils mit den Kandidaten – die Veranstaltung moderiert der in Hergershausen lebende HR-Moderator Tobias Kämmerer (Spiehl: „Er ist für die Sache Feuer und Flamme“) – soll im Auditorium zudem ein Meinungsbild zu bestimmten Themen abgefragt werden, wobei Abstimmungskärtchen zum Einsatz kommen. So werde unter anderem einfach mal abgefragt, welcher junge Babenhäuser sich in weiter Zukunft denn selbst einmal vorstellen könnte, seinen Hut in den lokalpolitischen Ring zu werfen, gar als Bürgermeister und damit für das höchste Amt der Stadt zu kandidieren. Derweil wolle man sich am 17. September nicht nur mit den inhaltlichen Positionen der Kandidaten befassen, so Ankenbrand: „Es sollten auch einige allgemeine Infos über das Amt des Bürgermeister, seine Aufgaben und die Grenzen seiner Möglichkeiten, vermittelt werden.“ Gerade in dieser Hinsicht habe er im bisherigen Wahlkampf Aufklärung durch die Kandidaten vermisst.

Quelle: op-online.de

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